Eskalation zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran
Die Vereinigten Staaten starteten Anfang der Woche eine neue Runde von Luftangriffen gegen den Iran, nur wenige Stunden nachdem sie den Tod eines weiteren amerikanischen Soldaten bestätigt hatten. Der Iran reagierte mit Offensiven gegen Kuwait, Jordanien und Bahrain, wo die Fünfte Flotte der US-Marine stationiert ist.
Das im vergangenen Monat unterzeichnete vorläufige Waffenstillstandsabkommen ist gescheitert. Der Seeverkehr in der Straße von Hormus, einer wichtigen Route für die globale Energieversorgung, ist praktisch lahmgelegt. Beide Seiten haben zivile Infrastruktur angegriffen, von der Millionen Menschen abhängig sind.
Auswirkungen auf die Energiemärkte
Die Gewalt ließ die Ölpreise in die Höhe schnellen. Brent-Rohöl kostete über 88 US-Dollar pro Barrel und Normalbenzin in den USA stieg auf 1,05 US-Dollar pro Liter, was die Verbraucher im Vorfeld der Parlamentswahlen im November unter Druck setzte.
Das US-Zentralkommando teilte mit, dass es in der neunten Nacht in Folge Angriffe auf iranische Kommandozentralen, Flugabwehrbatterien und Überwachungseinrichtungen gegeben habe. Die Agentur IRNA meldete mindestens einen Todesfall in der Nähe von Täbris. Auch andere Standorte wurden erreicht.
Das britische Maritime Trade Operations Centre meldete ein zweites angegriffenes Schiff in der Straße von Hormus, das treibend und in Flammen zurückblieb. Die iranischen Revolutionsgarden bekannten sich zu den Angriffen auf Öltanker in der Region.
Teheran griff auch mit den USA verbündete Länder an. Kuwait sagte, seine Flugabwehr habe gegen ein ankommendes Sperrfeuer geschossen. Jordanien berichtete, drei iranische Raketen ohne Schaden abgeschossen zu haben. Bahrain verurteilte iranische Drohnen gegen sein Flugverkehrssystem.
Die vom Iran unterstützten Huthi im Jemen kündigten ein Seeembargo gegen Saudi-Arabien im Roten Meer an, einer alternativen Route für Rohölexporte.
Diplomatische Bemühungen
Pakistan verstärkte seine Bemühungen zur Wiederbelebung des Waffenstillstands. Irans Innenminister Eskandar Momeni traf zu Gesprächen mit Premierminister Shehbaz Sharif in Islamabad ein. Sein pakistanischer Amtskollege Mohsin Naqvi zeigte sich optimistisch: „So Gott will, werden wir gute Nachrichten haben.“
Außenminister Marco Rubio sagte, die USA seien weiterhin offen für Verhandlungen mit dem Iran, aber „es muss real sein.“ Er wies darauf hin, dass die Tür zur Diplomatie darin bestehe, wenn diejenigen, die etwas Produktives für den Iran wollen, die Kontrolle übernehmen.
Die iranischen Behörden meldeten bei den jüngsten US-Angriffsrunden mindestens 50 Tote und 517 Verletzte. Seit Beginn des Konflikts am 28. Februar sind 17 US-Soldaten gestorben.




