Amnesty International präsentiert Bericht
Amnesty International hat drei hochrangige Kommandeure der Rapid Support Forces (FAR) als mutmaßlich für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantwortlich gemacht, die während der Belagerung der Stadt el-Fasher in Nord-Darfur im Oktober 2025 begangen wurden.
Der in Nairobi vorgelegte Bericht dokumentiert Tötungsdelikte, Folter, sexuelle Übergriffe, sexuelle Sklaverei, Zwangsverlegungen und Verfolgungshandlungen gegen die Zivilbevölkerung. Die Organisation behauptet, dass es sich bei diesen Taten um eine ethnische Säuberungskampagne handele. Zu den Beweisen gehören Videos, die zeigen, wie Kommandeure der paramilitärischen Gruppe getötet wurden und gefoltert wurden.
Die humanitäre Krise in Darfur
Die FAR kontrolliert seit Beginn des bewaffneten Konflikts im Sudan im April 2023 weite Gebiete Darfurs. Bei der Offensive auf el-Fasher starben Hunderte Zivilisten und Tausende wurden vertrieben. Humanitäre Organisationen warnen vor dem mangelnden Zugang zu Nahrungsmitteln, Wasser und medizinischer Versorgung in der Region.
Amnesty International fordert die internationale Gemeinschaft auf, die Verantwortlichen zu untersuchen und zu bestrafen. Bislang waren die diplomatischen Reaktionen geteilt, mit Forderungen nach Rechenschaftspflicht, aber ohne konkrete Maßnahmen. Die Vereinten Nationen und die Afrikanische Union haben Bedenken geäußert, der Sicherheitsrat hat jedoch noch keine verbindlichen Maßnahmen ergriffen.
Der Bericht unterstreicht die Dringlichkeit, die Zivilbevölkerung zu schützen und den Teufelskreis der Straflosigkeit in Darfur zu durchbrechen.




