Für Andrés wird die Handlung kompliziert
Eine andere Frau ist vorgetreten. Johanna Sjoberg, 43, bat um eine Audienz bei der britischen Polizei, um über die angeblichen Vorfälle mit dem ehemaligen Herzog von York auszusagen.
Ihre Aussage ist von entscheidender Bedeutung, da sie die Version von Virginia Giuffre, der im letzten Jahr verstorbenen Hauptbeschwerdeführerin, bestätigen könnte. Beide waren bei den untersuchten Ereignissen anwesend.
Epsteins Geist
Alles dreht sich um Jeffrey Epstein, diesen zwielichtigen Kerl, der über ein internationales Netzwerk verfügte. Die Anschuldigungen deuten auf Misshandlungen hin, die 2001 in seiner Villa in Manhattan stattgefunden haben.
Giuffre hatte Andrés vorgeworfen, seit ihrem 17. Lebensjahr Beziehungen zu ihr zu haben. Sie erzielten eine Millionen-Dollar-Finanzvereinbarung, die ein Zivilverfahren vermied, aber dabei bleibt es noch lange nicht.
Unterdessen wurde Andrés zum ersten Mal seit seiner Festnahme im Februar in Sandringham gesehen. Das Bild ist surreal: ein forschender Prinz, der durch königliche Anwesen geht.
„Die aktuelle Krise der Monarchie ist ernster als die Abdankung Eduards VIII. im Jahr 1936“, sagt der Historiker Andrew Lownie.
Und er hat recht. Das ist nicht nur ein weiterer Skandal. Es ist etwas, das die Grundlagen der Institution untergräbt. Die öffentliche Empörung übersteigt bei weitem das, was man erlebte, als ein König aus Liebe zurücktrat.
Das Schlimmste ist, dass jede neue Aussage weitere Wunden aufreißt. Und dieses Mal, wenn ein lebender Zeuge bereit ist zu sprechen, könnte es für die Krone wirklich hässlich werden.




