Trump landet in China: Diplomatie oder politisches Theater?
Diese Woche betritt Donald Trump chinesischen Boden inmitten eines Meeres von Handelsspannungen und geopolitischen Differenzen, die nicht neu sind, aber heute mehr denn je belasten. Obwohl der republikanische Präsident ein erklärter Fan von Xi Jinping ist, warnen Analysten bereits davor, dass der internationale Kontext diesen Besuch zu einer einfachen symbolischen Geste machen könnte.
Was können Sie von diesem Treffen erwarten?
Peking bricht die Beziehungen zum Iran nicht ab und Trumps Drohungen mit Zöllen aus seiner ersten Amtszeit bleiben bestehen. Das Weiße Haus beharrt darauf, dass die persönliche Beziehung zwischen den beiden Führern gut sei, doch die Fakten sprechen eine andere Sprache. Bei seinem ersten Besuch im Jahr 2017 wurde Trump mit einem roten Teppich in der Verbotenen Stadt und einem luxuriösen Bankett empfangen. Diesmal wird die Atmosphäre kälter sein: Der strategische Wettbewerb zwischen Washington und Peking hat sich verschärft.
Der Tanz der Zugeständnisse
Jonathan Czin, ehemaliger China-Direktor im Nationalen Sicherheitsrat von Biden, sieht es klar: Peking wird nicht so leicht nachgeben. Sie werden die Zwischenwahlen in den USA abwarten, bevor sie zu Handelsabkommen übergehen. Unterdessen wiederholt Finanzminister Scott Bessent das Mantra, das Handelsdefizit mit China zu verringern. Es klingt alles wie ein Déjà-vu.
Und was dann?
Trotz der Skepsis planen beide Staats- und Regierungschefs, sich auf künftigen internationalen Gipfeltreffen zu treffen, und es ist sogar die Rede von einem möglichen Besuch Xis im Weißen Haus. Aber seien wir ehrlich: In diesem Machtspiel werden Versprechen genauso schnell gebrochen, wie sie gemacht wurden. Die eigentliche Frage ist, ob diese Reise mehr als nur Protokollfotos bringen wird.




