Vier Tage nach den Erdbeben
Rettungsteams suchen weiterhin in den Trümmern im Bundesstaat La Guaira in Venezuela nach Überlebenden. Bisher liegt die offizielle Zahl der Todesopfer bei über 1.450 Menschen. Tausende Menschen bleiben vermisst.
Obwohl die Chancen, Menschen lebend zu finden, mit der Zeit abnehmen, gelang es Rettungskräften aus den USA und Frankreich an diesem Sonntag, einen Mann und seinen Sohn zu bergen, die unter einem eingestürzten Gebäude eingeklemmt waren. Die Entdeckung erneuerte die Hoffnung für Dutzende Familien, die immer noch auf Neuigkeiten von ihren Lieben warten.
Kritik an der offiziellen Antwort
Bewohner der betroffenen Gebiete versichern, dass die ersten Rettungseinsätze von Freiwilligen und Zivilisten durchgeführt wurden. Die Langsamkeit der Regierung bei der Bewältigung des Notfalls hat starke Fragen aufgeworfen. Nach Angaben der Behörden wurden mehr als 770 Gebäude zerstört oder schwer beschädigt.
Die Vereinten Nationen bestätigten die Teilnahme von mehr als 2.200 Rettern aus verschiedenen Ländern an den Einsätzen. Die Internationale Organisation für Migration warnte, dass bis zu sechs Millionen Menschen betroffen sein könnten, darunter etwa zwei Millionen Einwohner von Caracas.
Da die Nachbeben anhalten, besteht weiterhin die Gefahr neuer Erdrutsche. Notfallteams durchsuchen weiterhin die eingestürzten Gebäude. Der internationale Flughafen Simón Bolívar ist noch dabei, den Betrieb wieder aufzunehmen, um die Ankunft internationaler Hilfe zu erleichtern.




