UN-Bewertung
Nach den beiden starken Erdbeben, die Venezuela am Mittwoch erschütterten, schätzt die Internationale Organisation für Migration (IOM), dass bis zu 6,8 Millionen Menschen betroffen sein könnten. Nach Angaben der Vereinten Nationen leben allein im Großraum Caracas etwa zwei Millionen Menschen. Hierbei handelt es sich um eine vorläufige Bewertung, die aktualisiert wird, während die Arbeiten in den betroffenen Gebieten fortgesetzt werden.
Die IOM stellt fest, dass der Einsturz von Gebäuden und Schäden an wesentlicher Infrastruktur den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen einschränken. Vorrangig bleibt die Suche nach Überlebenden in den Trümmern. UN-Organisationen warnen, dass die Zahl der Vertriebenen zunehmen wird, wenn neue Schäden festgestellt werden und die am stärksten betroffenen Gebiete evakuiert werden.
Maßnahmen der Regierung und internationale Reaktion
Während einer Pressekonferenz berichteten UN-Organisationen, dass rund zwanzig Notfallkrankenhäuser in den Bundesstaaten La Guaira, Miranda, Aragua, Carabobo, Falcón, Zulia, Yaracuy und Lara sowie im Hauptstadtdistrikt strukturelle Schäden erlitten hätten.
Die Regierung von Interimspräsidentin Delcy Rodríguez forderte die Vereinten Nationen auf, drei medizinische Notfallteams mit chirurgischer Kapazität zu entsenden. Einer von ihnen hat die USA bereits verlassen. Caracas forderte außerdem Medikamente, Ausrüstung und medizinische Hilfsgüter an, die die UN beschafft und für den Transfer über Panama oder direkt nach Venezuela vorbereitet.




