Die Justizverwaltung (OAJ) entließ 43 Sozialarbeiter aus der Bundesanstalt für Pflichtverteidiger (IFDP). Die Maßnahme betrifft 39 Frauen und vier Männer, verteilt auf 31 Delegationen im Land.
Schlüsselaufgaben für gefährdete Sektoren
Die Mitarbeiter übten wesentliche Aufgaben aus: Begleitung und rechtliche Verteidigung von Gewaltopfern, indigenen Völkern, Migranten und Menschen in Armut. Ohne diese Fachkräfte wird die sozioökonomische Forschung, die zur Identifizierung von Gefährdungsbedingungen und zur Stärkung freier Rechtsstrategien erforderlich ist, geschwächt.
María Emilia Molina, Präsidentin der mexikanischen Richtervereinigung A.C., warnte:
„Die Abschaffung des gesamten Bereichs der Sozialarbeit gibt Anlass zu Besorgnis über die Qualität der Rechtspflege, da diese Mitarbeiter für die Durchführung sozioökonomischer Untersuchungen, die Identifizierung von Gefährdungsbedingungen und die Bereitstellung von Schlüsseldaten zur Stärkung freier Rechtsstrategien zuständig waren.“
Er wies auch darauf hin, dass die Entlassungen ohne Angabe von Gründen erfolgten und Arbeitnehmer mit chronischen Erkrankungen oder im Ruhestand, die auf Sozialhilfe angewiesen waren, unmittelbar betrafen.
Reaktionen und rechtliche Schritte
Die National Association of Circuit Magistrates and District Judges (Jufed) äußerte ihre sofortige Ablehnung. Bisher haben weder die IFDP noch die OAJ eine offizielle Stellungnahme abgegeben. Die betroffenen Arbeitnehmer begannen, sich zu organisieren, um gegen den Abschluss ihrer Verträge Rechtsmittel einzulegen.
Zivilverbände forderten die Behörden auf, die Maßnahme zu überdenken und das Personal wieder einzustellen. Sie betonten die menschlichen Auswirkungen der Kürzung und das Risiko institutioneller Hilflosigkeit für die Nutzer öffentlicher Verteidiger.




