Der Albtraum, der niemals endet
Männer mit Langwaffen drangen in ein Waisenhaus im Bundesstaat Kogi im Norden Nigerias ein und nahmen 23 Minderjährige mit. Ein weiteres Kapitel der Gewalt, das uns schon zu bekannt vorkommt.
Die Behörden bestätigten, dass bereits 15 Kinder gerettet wurden. Den Rest findet der Betrieb weiterhin. Aber die unbequeme Frage bleibt: Wie erreichen diese Gruppen die am stärksten gefährdeten Orte?
Besorgniserregende Details
Der Angriff ereignete sich in einer abgelegenen Gegend von Lokoja, der Landeshauptstadt. Und hier kommt das Unklare: Nach Angaben der örtlichen Behörden wurde das Bildungszentrum ohne offizielle Genehmigung betrieben. Bisher hat niemand die Entführung behauptet.
„Keine Gruppe hat die Verantwortung für die Aktion übernommen“
Aber das ist nicht neu. Die Region ist eine Brutstätte bewaffneter Banden, die von Lösegeldern leben. Sie entführen, verlangen Geld und lassen frei, wenn sie bezahlen. Es ist ein schmutziges Geschäft, das wächst, wenn der Staat wegschaut.
Am meisten schmerzt es, an diese Kinder zu denken, die keine Familie haben und bereits genug Gewicht mit sich tragen, und jetzt das hier. Und bei denen, denen die Flucht gelang: Welchen Albtraum tragen sie in sich?
Unterdessen bleiben Sicherheitsversprechen genau das: Versprechen.




