Erdbeben in den peruanischen Anden
Ein Erdbeben der Stärke 5,5 erschütterte in der Nacht zum Samstag die Andenregion Junín. Die Behörden meldeten mindestens fünf Tote, mehr als 20 Verletzte und rund 300 Opfer.
Nach Angaben des United States Geological Survey (USGS) ereignete sich das Erdbeben um 21:24 Uhr. Das Epizentrum lag zwei Kilometer westsüdwestlich von Sicaya in der Provinz Huancayo in einer Tiefe von 10 Kilometern.
„Die vorherrschenden Lehmbauten in der Gegend trugen dazu bei, dass der Schaden größer war“, erklärte der Leiter des Zivilschutzes, Luis Vásquez, der die Todesfälle bestätigte.
Das Nationale Institut für Zivilverteidigung (INDECI) berichtete, dass Rettungskräfte und Gesundheitspersonal Such- und medizinische Versorgungsaufgaben wahrnehmen. Die Zahl der vermissten Personen steht noch nicht fest.
In mehreren Gemeinden stürzten Häuser ein. Die Kirche und das Kloster der Stadt, die als historisches Erbe gelten, wurden beschädigt. Schwere Schäden und Verluste von Nutztieren wurden auch in Chongos Bajo und Huayucachi gemeldet.
Der Interimspräsident von Peru, José María Balcázar, versicherte, dass die Regierung Soforthilfe leistete. Er kündigte einen Besuch in der Gegend an, in der bereits Minister und Regionalbehörden arbeiten.
Peru liegt am Pazifischen Feuerring, einer der Regionen mit der höchsten seismischen Aktivität weltweit. Im Jahr 2007 kamen bei einem Erdbeben in Pisco fast 600 Menschen ums Leben.




