Ein Gebet der Angst angesichts der Macht
Mit einem zitternden Rosenkranz in den Händen kniete Verónica Sabino auf dem kalten Asphalt des Correo Mayor und platzierte ihre Verzweiflung vor den Türen des Nationalpalastes. Seit 23 Tagen hat er nichts von seinen drei Kindern und seinem Schwiegersohn gehört, die in Mazatlán, Sinaloa, wo sie nur zu Besuch waren, verschwunden sind.
Und die Behörden? Schweigen. Eine Stille, die fast einen Monat anhielt.
Diese Mutter stammt ursprünglich aus Ixtlahuaca im Bundesstaat Mexiko und kam nicht, um um Almosen zu bitten. Er kam, um zu fordern. Sein Ziel ist klar und er sagt es unverblümt: Er möchte die direkte Intervention von Präsidentin Claudia Sheinbaum Pardo, damit die Ermittlungen voranschreiten.
„Wir haben fast einen Monat lang nach ihnen gesucht und von keiner Behörde eine Antwort erhalten“, erklärte er mit einer Mischung aus Müdigkeit und Empörung.
Da ist das Foto. Eine Frau allein, die vor dem ultimativen Symbol exekutiver Macht kniet. Ihre Aktion ist ein stiller Schrei, der fragt, was wir uns alle fragen sollten: Wie viele Mütter müssen noch so weit kommen, um gehört zu werden? Wie viele Rosenkränze werden ausgegeben, bevor eine Suche zur Priorität wird?
Die Bürokratie des Unglücks setzt ihren unversöhnlichen Kurs fort. Unterdessen zerfällt eine Familie Tag für Tag in der Ungewissheit. Veronica betet nicht mehr nur zu ihrem Gott. Jetzt verlangt er Antworten von denen, die die verfassungsmäßige Pflicht haben, sie zu geben.




