Die Suchshow
Nachdem die Behörden von San Luis Potosí mit mehr als 620 Elementen, drei Flugzeugen und dem gesamten Sicherheitskabinett in Matehuala eine ziemliche Show abgeliefert hatten, verkündeten sie das einzig Gute an dieser Geschichte: Sie fanden die sieben vermissten jungen Elektriker lebend.
Gouverneur Ricardo Gallardo Cardona bestätigte dies in den Netzwerken. Stunden zuvor hatte sein Regierungssekretär, J. Guadalupe Torres Sánchez, bereits die Zahl des „Zustands beispielloser Gewalt“ veröffentlicht.
„Es wurde beschlossen, eine Operation mit einer beispiellosen Gewalt, 620 Elementen der Sicherheitskräfte und drei zusammenarbeitenden Flugzeugen durchzuführen“, sagte Torres Sánchez.
Der offiziellen Geschichte zufolge wurden alle Protokolle aktiviert. Sie kontaktierten die Familien und boten rechtliche und psychologische Beratung an. Bis zur Abstimmung mit Nuevo León aufgrund der Grenznähe.
Was nicht zusammenpasst
Die Generalstaatsanwältin María Manuela García Cázares gab am Morgen eine weitere wichtige Information bekannt: Die Spur habe sich auf dem Highway 57 an der Abzweigung nach Cedral verloren. Sie forderten sofort Unterstützung von der Armee und der Nationalgarde.
Hier kommt mein beruflicher Zynismus ins Spiel. Eine riesige Operation für sieben Leute. Braucht man wirklich 620 Elemente und drei Flugzeuge, um nach Arbeitern zu suchen? Oder soll mit dieser exzessiven Zurschaustellung etwas anderes verdeckt werden?
Wichtig ist, dass sie leben. Das ist das Einzige, was zählt. Aber wenn der Staatsapparat mit so viel Pomp unterwegs ist, muss man sich immer fragen: Was wollen sie hinter dem Medienzirkus verbergen?
Das Gedächtnis ist kurz, aber die Präzedenzfälle sind lang. Wir haben dieses Skript schon einmal gesehen.




