Die offizielle Stellungnahme und was sie nicht sagt
Petróleos Mexicanos hat diesen Montag ein Bulletin herausgegeben. Er spricht über „Fortschritte“ bei der Eindämmung und Gewinnung von Kohlenwasserstoffen in Dos Bocas, Tabasco. Sie sagen, sie hätten zwischen dem 20. und 22. März 549 Kubikmeter in den Gebieten ENSAR und Acceso Cases geborgen.
„Derzeit konzentrieren sich die Aktionen auf die Dock- und Schifffahrtskanäle, wo mehr als 50 Meeresbarrieren und mehr als tausend oleophile Schnüre installiert wurden, um das Produkt einzudämmen“, stellte das Unternehmen fest.
Sie verfügen über mehr als 450 Spezialisten, sechs Druck- und Vakuumanlagen sowie Skimmer-Geräte. Marine, Semarnat, Profepa und staatliche Behörden nehmen teil. ASEA „überwacht die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften“.
Die offizielle Version und ihr Kontext
Die wichtigsten Informationen kommen zum Schluss. Pemex versichert, dass die Veranstaltung „auf außergewöhnliche Wetterbedingungen beschränkt“ sei. Das hat nichts mit dem regulären Betrieb der Olmeca-Raffinerie zu tun. Und dass sie eine permanente Überwachung durchführen.
Hier schlägt meine juristische Erfahrung Alarm. Einen Vorfall auf „außergewöhnliche Umstände“ zurückzuführen, ist ein Klassiker im Unternehmensleitbuch. Reduziert die betriebliche Verantwortung. Welche Bedingungen genau? Regen? Winde? In der Erklärung wird darauf nicht näher eingegangen.
Es werden nur Zahlen aufgeführt: gewonnene Kubikmeter, Anzahl der Barrieren, eingesetztes Personal. Es ist die Taktik von harten Daten zur Projektkontrolle. Aber die eigentliche Frage bleibt unbeantwortet: Wie hat das angefangen?
Das Gedächtnis ist kurz, aber die Präzedenzfälle sind lang. Eine „kontrollierte“ Verschüttung ist immer noch eine Verschüttung. Und wenn ein Staatsunternehmen von „begrenzten Ereignissen“ spricht, lohnt es sich zu prüfen, wie begrenzt die Wahrheit tatsächlich ist.




