Vorwürfe, die das bilaterale Verhältnis belasten
US-Präsident Donald Trump warf China eine angebliche Einmischung in amerikanische Wahlprozesse vor. Die Erklärung bestimmt das diplomatische Szenario zwischen Washington und Peking, nur zwei Monate nachdem Xi Jinping Trump zu einem Staatsbesuch empfangen hatte.
Der Sprecher des Außenministeriums, Lin Jian, wies die Vorwürfe zurück und stufte sie als Fälschungen und Verleumdung ein. Er fügte hinzu, dass China kein Interesse daran habe, sich in innere Angelegenheiten oder US-Wahlen einzumischen, und drängte darauf, die Kommunikationskanäle unter den Kriterien der Stabilität und gegenseitigen Sicherheit aufrechtzuerhalten.
Der Austausch findet im Kontext anhaltender kommerzieller und technologischer Rivalität statt. Washington hält an den Beschränkungen gegen chinesische Technologieunternehmen fest, und Peking hat mit regulatorischen Gegenmaßnahmen reagiert. Die Verhandlungen über Halbleiter und Außenhandelskontrollen stehen still und gefährden die für Xi Jinpings offiziellen Besuch auf US-Territorium im September geplante Annäherung.
Fachleute gehen davon aus, dass Trumps Vorwürfe eine Reaktion auf interne politische Dynamiken sind, da sie nicht mit neuen Sanktionen oder Strafmaßnahmen einhergingen. Allerdings verlagern sie den Streit vom kommerziellen Bereich auf den der nationalen Sicherheit, was die Unvorhersehbarkeit im Verhältnis beider Mächte erhöht.




