Wenn Visa verschwinden wie unrechtmäßig erworbenes Geld
Es scheint, dass für Marina del Pilar Ávila, die morenoistische Gouverneurin von Baja California, und ihren Ehemann Carlos Torres der amerikanische Traum zu einem bürokratischen Albtraum wurde. Laut der Wochenzeitung Zeta hat die US-Regierung ihre Touristenvisa annulliert, aber das lag nicht daran, dass sie vergessen hatten, das teure Parfüm beim Zoll anzumelden. Nein, das geht noch weiter: Geheimgräber, Geldwäsche und eine großzügige Portion Korruption.
Der Ehemann: vom Geschäftsmann zum internationalen Ermittler
Carlos Torres hat nicht nur sein Visum verloren, sondern auch seine Sentri-Karte (die Karte, mit der man sich an der Grenze als VIP fühlt). Der Grund? Eine Untersuchung in Washington wegen Geldwäsche und Verschwörung. Aber er war nicht der Einzige, der Unregelmäßigkeiten feierte: Auch sein Bruder Luis Alfonso steht wegen Steuerhinterziehung, Huachicoleo und organisierter Kriminalität auf der Liste der „Meistgesuchten“. Komm schon, das typische Familienunternehmen, das bei Shark Tank nicht vorkommt.
Das Ironischste ist, dass laut Torres die Konsularbehörden ihn über den Widerruf informiert hatten. Die offizielle Version besagt jedoch, dass er am Kontrollpunkt in Tijuana abgefangen wurde, wo ein CBP-Agent die Aufforderung erhielt, sein Visum sofort zu vernichten. Stellen Sie sich den Moment vor: Er war auf dem Weg nach Disneyland und landete zurück in Mexiko, ohne Anspruch auf eine Rückerstattung.
Der Gouverneur: zwischen Gräbern und fragwürdigen Entscheidungen
Marina del Pilar war nicht weit dahinter. Sein Visum wurde annulliert, weil er nach Angaben der USA angeordnet hatte, die Ausgrabungen geheimer Gräber im Carretas Canyon zu stoppen. Und hier ist das Schlimmste: Es handelte sich nicht um irgendwelche Gräber, sondern um Überreste, die mit der organisierten Kriminalität in Verbindung stehen. Komm schon, die Sicherheitsabteilung wusste bereits, wie viele Leichen es gab und wer sie begraben hat. Aber sie beschloss in einem „Was ist mit mir?“-Akt, die Angelegenheit (im wahrsten Sinne des Wortes) zu vertuschen.
Natürlich wurde der Gouverneurin die VIP-Behandlung zuteil: Der US-Generalkonsul in Tijuana benachrichtigte sie persönlich über den Widerruf, um einen „unangenehmen Moment“ an der Grenze zu vermeiden. Denn natürlich gibt es nichts Schlimmeres, als wenn ein Präsident wegen der Einwanderungskontrolle einen Wutanfall bekommt.
Das Huachicol, die Korruption und das Zeugnis, das alles veränderte
Die Untersuchung in Mexiko war nicht ermutigender. Den Torres-Brüdern wird ein Kraftstoffdiebstahl im großen Stil vorgeworfen (um genau zu sein: 8 Millionen Liter Diesel). Eine anonyme Aussage im FGR-Ordner ergab, dass man in Ensenada angesichts der Korruption von Politikern und Behörden zum Schweigen gezwungen ist. „Sie kontrollieren alles“, sagten sie über die Torres, bis die Nationalgarde sie beruhigte.
Kurz gesagt: Zwischen ungegrabenen Gräbern, verschwindendem Geld und gestohlenem Treibstoff ist dies der politische Zirkus, nach dem niemand gefragt hat, den wir aber alle beobachten. Und in der Zwischenzeit wuschen die USA ihre Hände mit einem diplomatischen „Nein, danke“.
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