Wenn der „amerikanische Traum“ zum administrativen Albtraum wird
Ah, internationale Diplomatie: Dieses Spiel, bei dem es darum geht, mir dort drüben die Visa wegzunehmen, wo die Regeln von demjenigen festgelegt werden, der das größte Kartendeck hat. Diesmal ist die Protagonistin unseres binationalen Dramas Marina del Pilar Ávila, die Gouverneurin von Baja California (ja, die von Morena), die gerade dem exklusiven Club der „Menschen, deren goldener Pass von den USA widerrufen wurde“ beigetreten ist.. Der Grund? Geheimnis. Die Erklärung? Null. Das Drama? Voll.
Das „Familienpaket“, nach dem niemand gefragt hat
Denn es geht nicht nur um sie: Auch ihr Ehemann Carlos Torres (auch bekannt als „der Koordinator für öffentliche Räume, der auf der anderen Seite der Mauer nichts mehr koordinieren wird“) erhielt seine konsularische Ablehnungsmitteilung. Der Gouverneur sagte mit der Ruhe, die nur dadurch entsteht, dass er nicht in der Schlange vor dem Konsulat stehen musste, „Ich vertraue darauf, dass es geklärt wird“, so allgemein, dass es sogar aus einem Krisenhandbuch kopiert zu sein scheint. Natürlich machte er deutlich, dass seine Unterstützung für Carlos “moralisch und politisch” ist (Übersetzung: “Wenn du fällst, werde ich mich an der Position festklammern wie ein Koala an einem Baum”).
Das Merkwürdige ist, dass diese Familie mehr Verbindungen zu den USA hat als ein Influencer bei Amazon Prime: Ihr Baby wurde in Kalifornien geboren (50 km von Mexicali entfernt, da die Überfahrt zum Einkaufen bei Target nicht als Tourismus gilt) und ihre älteste Tochter ist ebenfalls „made in the USA“. Ironischerweise kündigen sie jetzt ihren VIP-Pass.
Der unangenehme Präzedenzfall (und die PAN macht ihr Ding)
Dies ist nicht das erste Mal, dass dies einem Politiker aus Baja California passiert: Im 2009 wurde dem ehemaligen Bürgermeister von Tijuana Jorge Hank Rhon (ja, der mit den Casinos und den Tigern) ebenfalls die Einwanderungssperre erteilt. Zufall? Muster? Pech? Wer weiß, aber die PAN und MC lassen bereits Popcorn raus, um Erklärungen zu fordern, denn „binationaler Dialog ist wichtig“ (und welche bessere Ausrede gibt es, um einen Skandal näher zu betrachten).
Das Witzige daran ist, dass in der offiziellen Erklärung von einem „komplexen binationalen Kontext“ die Rede ist … also von der diplomatischen Version von „Wir verstehen es nicht einmal, aber es hört sich gut an“. Liegt es am Wasser des Colorado River? Durch die Wand? Oder weil jemand in Washington seine alten Tweets gesehen hat? Die Welt wird es nie erfahren.
Moral: In der Politik, wie bei Tinder, kann ein „Match“ mit den USA ohne Grund verschwinden. Und wenn Ihnen Ihr Visum entzogen wird, klingt selbst „es ist kompliziert“ wie eine billige Ausrede.
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