Der bewaffnete Angriff auf Valentín Lavín Romero, Bürgermeister von Temoac, Morelos, der sich im Rathaus ereignete, erhöhte die Zahl der Gemeindepräsidenten, denen während der aktuellen Regierung das Leben gekostet wurde, auf 14. Fachleute warnen, dass dies den Vormarsch der organisierten Kriminalität in den Kommunalverwaltungen widerspiegelt.
Eine Krise, die in kleinen Gemeinden zunimmt
Laut Aufzeichnungen von Zivilorganisationen und lokalen Medien führt Oaxaca die Liste mit fünf Stadträten an, die in den letzten anderthalb Jahren Opfer von Morden wurden, gefolgt von Michoacán mit vier. Die Angriffe gegen kommunale Behörden zeigen Experten zufolge einen Streit zwischen kriminellen Gruppen um territoriale Kontrolle und politischen Einfluss in Gemeinden.
- Alejandro Arcos Catalán, aus Chilpancingo, Guerrero (6. Oktober)
- Román Ruiz Bohórquez, aus Candelaria Loxicha, Oaxaca (15. Oktober)
- Jesús Franco Lárraga, aus Tancanhuitz, San Luis Potosí (15. Dezember)
- Mario Hernández García, aus Santiago Amoltepec, Oaxaca (15. Mai)
- Isaías Rojas Ramírez, aus Metlatónoc, Guerrero (2. Juni)
- Yolanda Sánchez Figueroa, aus Cotija, Michoacán (3. Juni)
- Salvador Bastida García, aus Tacámbaro, Michoacán (5. Juni)
- Lilia Gema García Soto, aus San Mateo Piñas, Oaxaca (15. Juni)
- Martha Laura Mendoza Mendoza, aus Tepalcatepec, Michoacán (17. Juni)
- Miguel Bahena Solórzano, aus Pisaflores, Hidalgo (20. Oktober)
- Carlos Alberto Manzo Rodríguez, aus Uruapan, Michoacán (1. November)
- Joel Ángel Bravo Martínez, aus San Miguel Amatitlán, Oaxaca (13. Juni)
- Eduardo Saavedra López, aus San Miguel Yogovana, Oaxaca (12. Juli)
- Valentín Lavín Romero, aus Temoac, Morelos (22. Juli)
Sicherheitsexperten weisen darauf hin, dass kleine Gemeinden aufgrund ihrer begrenzten institutionellen und Sicherheitskapazitäten am stärksten gefährdet sind. Víctor Sánchez, Akademiker an der Autonomen Universität Coahuila, erklärte:
Die Angriffe gegen Bürgermeister stellen ein Symptom der kommunalen Vereinnahmung durch kriminelle Organisationen dar, die versuchen, Einfluss auf die örtliche Polizei, politische Entscheidungen und die territoriale Kontrolle zu nehmen.
Der PAN-Senator Mario Vázquez erklärte, dass diese Morde die Vernachlässigung der Kommunalverwaltungen angesichts der organisierten Kriminalität widerspiegeln und warf mangelnde staatliche Unterstützung vor. Mittlerweile haben die Bundesbehörden einen Rückgang schwerer Straftaten festgestellt, obwohl Experten der Ansicht sind, dass die Sicherheitsstrategie nicht in der Lage war, die Kommunalverwaltungen einheitlich zu stärken.



