Das Kollektiv „Memory, Dignity and Justice“ präsentierte diesen Mittwoch ein Gedenkwandgemälde für den Plenitude Crematorium-Fall. Am 26. Juni wurden an diesem Ort 386 nicht eingeäscherte Leichen gefunden. Die Familien der Verstorbenen leiteten die Veranstaltung zur Enthüllung des Werks mit dem Titel „Memory, Dignity and Justice for 386“.
Eine Hommage, die auch eine Beschwerde ist
Das an einer Wand am Paseo de la Victoria gemalte Wandgemälde soll das Andenken der 386 Menschen ehren. Nach Angaben der Mitglieder der Gruppe symbolisiert es aber auch den Schmerz und die Unsicherheit, die mehr als 1.500 Familien durchleben. „Wir suchen weiterhin nach Antworten und hoffen, mit Sicherheit das Schicksal unserer Lieben zu erfahren“, stellten sie fest.
Die Familien bekräftigten, dass die Ermittlungen und das Gerichtsverfahren nicht auf das Ausmaß des Falles reagiert hätten. „Wir sind der Meinung, dass es noch Fragen und Unregelmäßigkeiten gibt, die transparent geklärt werden müssen“, äußerten sie.
„Hinter jeder Urne steckt eine Geschichte, eine Familie und ein Lebensprojekt.“
Mit dieser Tat wollen die Familien die Erinnerung wachhalten und verhindern, dass der Fall auf eine Zahl reduziert wird. Sie fordern, dass die Gesellschaft die Wahrheit erfährt und dass die Ereignisse im Krematorium Plenitude nicht vergessen werden.




