Das Büro des UN-Hochkommissars für Menschenrechte (UN-DH) in Mexiko brachte seine Bestürzung über das Verschwinden und die anschließende leblose Entdeckung der Journalistin Roxana Guzmán und des Journalisten und Umweltaktivisten Alex Serna zum Ausdruck, die sich im Juni in Veracruz und Guerrero ereigneten. Die Organisation forderte die Behörden auf, den Sachverhalt aufzuklären, und betrachtete die Ausübung der Meinungsfreiheit als Ermittlungsschwerpunkt.
Der Fall Roxana Guzmán
Roxana Guzmán leitete ein digitales Medienunternehmen und war angeblich die einzige Frau, die über die Polizeiquelle im Süden von Veracruz berichtete. Das UN-DH betonte die Notwendigkeit, die Meinungsfreiheit unter Berücksichtigung der Geschlechterperspektive zu schützen, da Journalistinnen unterschiedlichen Risiken ausgesetzt sind. Die Staatsanwaltschaft von Veracruz bestätigte am 3. Juli die Identifizierung seiner sterblichen Überreste durch Sachverständigengutachten. Acht Personen wurden wegen ihrer mutmaßlichen Beteiligung an seiner Entführung und Tötung festgenommen.
Der Fall von Alex Serna
Alex Serna untersuchte Umweltprobleme an der Costa Grande von Guerrero, verteidigte Wasser und Land und prangerte mögliche Korruptionshandlungen an. Ende Juni wurde sein Verschwinden gemeldet; Später wurde er in Zihuatanejo tot aufgefunden. Menschenrechtsorganisationen gaben an, er habe Drohungen im Zusammenhang mit seinen Untersuchungen zu Projekten mit Auswirkungen auf die Umwelt gemeldet.
Das UN-DH betonte, dass die Aufklärung beider Fälle unerlässlich sei, um Straflosigkeit zu bekämpfen und eine umfassende Wiedergutmachung für die Familien zu gewährleisten.
Amnesty International verurteilte die Tötung von Roxana Guzmán und forderte eine umfassende Untersuchung unter Berücksichtigung der Geschlechter- und Menschenrechtsperspektive. Die Organisation warnte, dass in Veracruz in diesem Jahr mindestens drei Journalisten getötet wurden.
„Kein Angriff gegen die Presse kann ungestraft bleiben“, betonte die Organisation.
Er forderte außerdem, wirksame Sicherheitsmaßnahmen für Journalisten zu ergreifen und die strukturellen Ursachen dieser Angriffe zu untersuchen.
„Jeder ermordete Journalist ist eine Stimme, die zum Schweigen gebracht werden soll“, sagte Amnesty International und bekräftigte seine Forderung nach Garantien für die Nichtwiederholung.




