Rettung in La Guaira nach dem Erdbeben
Am frühen Donnerstagmorgen erschütterte ein Doppelbeben den Bundesstaat Vargas in Venezuela. In La Guaira, einer Küstenstadt 20 Kilometer nördlich von Caracas, arbeiteten Suchtrupps unermüdlich in den Trümmern.
Der erste Überlebende, der auftauchte, war ein Kind, dünn und staubbedeckt. Kurz darauf gelang es einer jungen Frau zu sagen: „Wir sind zu dritt.“ Und so geschah es: Ein Teenager kam mit Mühe heraus. Drei offenbar unverletzt gebliebene Brüder wurden aus einem Spalt in den Überresten eines Hauses gezogen.
Das Video der Rettung wurde von Mario Ruiz aufgenommen, einem Nachbarn, der an den Aufgaben beteiligt war. „Gott, du bist barmherzig“, rief er, als er sie in Sicherheit sah. Die Bilder gingen als Symbol der Hoffnung in sozialen Netzwerken viral.
„Sehen Sie, wir haben gerade ein Kind gerettet“, ist zu Beginn des Videos zu hören. Der kleine Junge, etwa sechs oder sieben Jahre alt, taucht aus den Trümmern auf. Hinter ihm klettert seine ältere Schwester mit Hilfe hinauf. „Sind sie Brüder?“ sie fragen. „Ja, wir sind zu dritt“, antwortet sie. Der Dritte, der Älteste, schafft es, ohne sichtbare Verletzungen herauszukommen.
Der Vater der Kinder, erschöpft und verschwitzt, nickte nur, als er gefragt wurde, ob sein Sohn da sei. Ein älterer Retter beruhigte ihn: „Lass uns Schritt für Schritt vorgehen. Hilfe ist unterwegs. Du musst Vertrauen haben.“
Hoffnung nach der Tragödie
La Guaira hat etwa 40.000 Einwohner, obwohl die tatsächliche Volkszählung ungewiss sein wird, bis sich der Staub gelegt hat. Die Nacht war lang; Retter suchen immer noch nach weiteren Überlebenden. Das Wunder dieser drei Brüder hält die Hoffnung am Leben.




