Untersuchung wegen Lufttransport in die USA
Präsidentin Claudia Sheinbaum berichtete, dass sie die Generalstaatsanwaltschaft (FGR) offiziell gebeten habe, eine Akte zu eröffnen, um mögliche Verbrechen im Zusammenhang mit dem Lufteinsatz zu ermitteln, der am 25. Juli 2024 zwei mutmaßliche Mitglieder der organisierten Kriminalität von Mexiko in die Vereinigten Staaten verschleppte.
Die Kontroverse flammte erneut auf, nachdem das Federal Bureau of Investigation (FBI) die verwendeten Flugzeuge öffentlich zur Schau stellte und damit im Widerspruch zu früheren offiziellen Versionen stand.
Sheinbaum erinnerte daran, dass der frühere Präsident Andrés Manuel López Obrador die US-Regierung wiederholt gebeten habe, zu klären, ob ihre Behörden an dieser Festnahme beteiligt gewesen seien. Der damalige Botschafter Ken Salazar dementierte dies öffentlich.
Zweifel an der amerikanischen Version
Angesichts der neuen Beweise stellte der Präsident die Glaubwürdigkeit der US-Diplomatie in Frage. Er wies darauf hin, dass alles darauf hindeutet, dass die mexikanische Regierung vorsätzlich belogen wurde, was einen Verstoß gegen internationale Verträge, die Verfassung und einen Eingriff in die nationale Souveränität darstellen würde.
Es ließ auch Zweifel an möglichen bilateralen Pakten außerhalb der mexikanischen Institutionen offen, nachdem Verwandte eines Mitglieds des Sinaloa-Kartells in den Vereinigten Staaten angekommen waren.
Er betonte, dass seine Regierung keine Vereinbarungen mit der organisierten Kriminalität treffe und auch nicht treffen werde. Das Außenministerium (SRE) wird direkte Berichte vom FBI anfordern, während das FGR den Fortschritt der unter der Leitung von Staatsanwalt Alejandro Gertz Manero eingeleiteten Akten bekannt geben wird.
Sheinbaum stellte klar, dass die Regierung die Verhaftung von Kriminellen begrüße, betonte jedoch, dass die bilateralen Beziehungen von Respekt vor Souveränität, gegenseitigem Vertrauen und Zusammenarbeit ohne Unterordnung bestimmt werden müssen.
Er versicherte, dass sie einen koordinierten Dialog zum Wohle beider Völker anstreben werden, obwohl dies nicht bedeutet, dass Mexiko den Kopf senken oder Unwahrheiten eines Handelspartners akzeptieren wird.




