Sheinbaums Skalpell: weniger Stadträte und der Familie verschlossene Türen
Präsidentin Claudia Sheinbaum hat dem Senat ihren sogenannten „Plan B“ vorgelegt, eine Reform des Verfassungsartikels 115. Ihr erklärtes Ziel besteht darin, die kommunale Struktur leichter zu machen und politischen Dynastien einen Riegel vorzuschieben.
Das Stück? Reduzierung der Ratsmitglieder auf nur 15 in den mehr als 2.500 Gemeinden des Landes. Und ganz nebenbei ein Zeichen gegen Vetternwirtschaft setzen: Angehörige von amtierenden Bürgermeistern werden nicht sofort das gleiche Amt anstreben können.
Die Details, die wichtig sind (und diejenigen, die verschwiegen werden)
Die Initiative sieht vor, dass jeder Stadtrat aus einem Gemeindepräsidenten, einem Treuhänder und sieben bis fünfzehn Stadträten besteht. Weniger Jobs, angeblich weniger Ausgaben.
Aber das Pikante an der Sache ist das Kleingedruckte gegen Compadrazgo. Eine Teilnahme ist untersagt, wenn mit der Person, die die Position bereits innehat, ein enger familiärer Bezug besteht. Dazu gehören Ehe, Konkubinat, Blutsverwandtschaft oder Verwandtschaftsverwandtschaft.
„In keinem Fall darf teilnehmen … die Person, die in den letzten drei Jahren … eine Ehe- oder Lebenspartnerschaft oder eine faktische Verbindung … mit der Person hat, die die Position innehat.“
Hört sich gut an, oder? Ein direkter Schlag gegen lokale politische Sagen, in denen der Nachname eine Pflicht ist. Die obligatorische Frage für jeden zynischen Staatsanwalt: Und wie soll dies in den Tausenden von Gemeinden überwacht werden, in denen das Wählerverzeichnis ein Witz ist?
Das andere Bein: Landesparlamente
Der Plan zielt auch auf lokale Kongresse ab. Sie schlägt vor, dass ihr Jahreshaushalt 0,70% der Gesamtausgaben des Staates nicht überschreiten darf. Und hier kommt ein weiterer Nagel: verbietet die sofortige Wiederwahl lokaler Abgeordneter.
Ein Eigentümer kann kein Ersatz für die nächste Periode sein und umgekehrt. Es gilt die gleiche familienfeindliche Regelung: Kein naher Verwandter des derzeitigen Stellvertreters kann für diesen Sitz kandidieren.
Es handelt sich um eine Reform, die den Eindruck einer großen Operation gegen örtliche Häuptlinge hat. Sheinbaum scheint mit seiner Vergangenheit in der Hauptstadt ein strengeres und theoretisch transparenteres Managementmodell exportieren zu wollen.
Aber wir wissen bereits, wie diese Geschichten hierzulande enden. Die besten Gesetze ertrinken im Meer lokaler Straflosigkeit und engstirniger Loyalitäten, die stärker sind als jedes Strafgesetzbuch. Wir werden sehen, ob dieser „Plan B“ ein Skalpell oder nur ein weiterer Hammer für denselben abgenutzten Nagel ist.




