Augenärztliches Pflegeprogramm für ältere Erwachsene
Die Präsidentin von Mexiko, Claudia Sheinbaum, bestätigte, dass im Jahr 2026 kostenlose Kataraktoperationen für Menschen über 60 Jahre beginnen werden. Dieses Projekt, Teil der House-to-House Health-Strategie, zielt darauf ab, Fälle vermeidbarer Blindheit in dieser gefährdeten Gruppe zu reduzieren. Die Präsidentin betonte die Bedeutung der Früherkennung während einer Veranstaltung in Maruata, Michoacán, wo sie den Fortschritt des Programms vorstellte.
Details zum Programm „See through Mexico“
Die Bundesregierung hat über das Portal cataratas.atdt.gob.mx einen strukturierten Prozess eingerichtet, um den Zugang zu diesem Dienst zu gewährleisten. Die Schritte umfassen:
- Online-Registrierung: Interessenten müssen ihre Daten auf der digitalen Plattform eingeben.
- Medizinische Beurteilung: Ein spezialisiertes Team wird jeden Fall bewerten, um die Diagnose zu bestätigen.
- Operation und Nachsorge: Chirurgische Eingriffe werden in akkreditierten medizinischen Einheiten mit postoperativer Überwachung durchgeführt.
Offiziellen Daten zufolge werden 34 % der Blindheitsfälle in Mexiko durch Katarakte verursacht, von denen mehr als 760.000 Menschen betroffen sind. Jährlich werden 47.600 neue Fälle registriert und ein Drittel der Patienten erhält aus wirtschaftlichen Gründen keine Behandlung.
Soziale Auswirkungen und nationale Abdeckung
Das Programm bietet nicht nur Operationen, sondern auch Hausbesuche von 20.000 Gesundheitspersonal, hauptsächlich Krankenschwestern, um Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck bei älteren Erwachsenen zu erkennen. Sheinbaum betonte: „Wir wollen nicht, dass die Zahl der Todesfälle aufgrund mangelnder rechtzeitiger Diagnose weiter zunimmt.“ Die Initiative wird die 32 Staaten abdecken und dabei Gebiete mit schlechterem Zugang zu ophthalmologischen Dienstleistungen priorisieren.
Während der Veranstaltung interagierte der Präsident mit medizinischem Personal, das bis zu acht Stunden unterwegs war, um teilzunehmen. Begleitet wurde sie von Gouverneur Alfredo Ramírez Bedolla und den Ministern für Gesundheit und Soziales, David Kershenobich bzw. Ariadna Montiel.
Perspektiven und nächste Schritte
Obwohl das Projekt im Januar 2025 angekündigt wurde, erfordert seine Umsetzung eine koordinierte Logistik zwischen öffentlichen Einrichtungen und Krankenhäusern. Augengesundheitsexperten haben die Maßnahme begrüßt, betonen jedoch die Notwendigkeit, ausreichende Ressourcen und Schulungen für das medizinische Personal sicherzustellen.
Diese Bemühungen stehen im Einklang mit den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung, insbesondere im Hinblick auf die Verringerung gesundheitlicher Ungleichheiten. Darüber hinaus könnte es als Modell für andere Länder in der Region mit ähnlichen Herausforderungen dienen.
Sind Sie daran interessiert, mehr über Sozialprogramme in Mexiko zu erfahren? Teilen Sie diese Informationen in Ihren sozialen Netzwerken und entdecken Sie andere Initiativen in unserem Abschnitt öffentliche Richtlinien.




