Ankündigung der Erweiterung des Programms „Salud Casa por Casa“
Während eines Arbeitsbesuchs in der Gemeinde Aquila, Michoacán, bestätigte Präsidentin Claudia Sheinbaum die Ausweitung des Programms „Salud Casa por Casa“, um ab 2026 kostenlose Kataraktchirurgie-Eingriffe einzuschließen. Diese Initiative, die sich vor allem an ältere Erwachsene richtet, ist Teil einer umfassenden Strategie, die über die reaktive Behandlung von Krankheiten hinausgeht und sich auf das präventive Wohlbefinden konzentriert. Offiziellen Daten zufolge sind in Michoacán bereits mehr als 800 Gesundheitsfachkräfte tätig und haben 52.000 Hausbesuche bei gefährdeten Bevölkerungsgruppen durchgeführt.
Territorialer Ansatz und Pflegemodell
Sheinbaum betonte, dass dieses Projekt das Konzept der öffentlichen Ordnung neu definiert, indem es durch ein territoriales Modell „Liebe zu den Menschen bringt“. „Die Vierte Transformation fördert das Wohlbefinden von zu Hause aus, nicht vom Schreibtisch aus“, erklärte er und hob die Arbeit von Gesundheitshelfern als verlängerten Arm der Bundesregierung hervor. Sekretärin Ariadna Montiel erklärte, dass das Programm spezifische Bedürfnisse identifiziert, wie zum Beispiel:
- Früherkennung von Sehstörungen
- Begleitung für Menschen mit Behinderung
- Kontinuierliche Überwachung chronischer Erkrankungen
Auswirkungen und Prognosen
Die Analyse der 52.000 durchgeführten Eingriffe zeigt ein epidemiologisches Muster, bei dem Katarakte 23 % der bei älteren Erwachsenen festgestellten Erkrankungen ausmachen. Die befragten Experten sind sich einig, dass dieser häusliche Ansatz Komplikationen aufgrund verspäteter Diagnosen um bis zu 40 % reduzieren könnte. Das Ziel für 2026 umfasst:
Dieses von brasilianischen und kubanischen Erfahrungen inspirierte Modell hat sich in ländlichen Gebieten, in denen der Zugang zu Augenärzten begrenzt ist, als wirksam erwiesen. Daten von INEGI zeigen, dass 68 % der Fälle vermeidbarer Blindheit in der westlichen Region mit unbehandeltem Katarakt zusammenhängen.
Perspektiven und Nachhaltigkeit
Das Programm wird mit Mitteln aus dem Ausgabenhaushalt 2026 und Allianzen mit Universitätskliniken finanziert. Forscher des Colegio de México warnen, dass der Erfolg von drei Schlüsselfaktoren abhängen wird:
- Logistikkapazität für Transfers zu chirurgischen Zentren
- Kontinuierliche Schulung des Gemeindepersonals
- Bürgerbeteiligung bei der Verbreitung
Die Präsidentin betonte, dass diese Bemühungen das Leitprinzip ihrer Regierung widerspiegeln: „Für Wohlbefinden sorgen, nicht nur Krankheiten behandeln.“ Mit einer geplanten Anfangsinvestition von 120 Millionen Pesos könnte das Programm zum Maßstab für Lateinamerika in der gemeindenahen Altenpflege werden.
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