Risiko bei Überweisungen
Die neuen Finanzbestimmungen, die in den Vereinigten Staaten während der Regierung von Donald Trump verabschiedet wurden, könnten Auswirkungen auf die Überweisung von Geldern nach Mexiko haben. Dies wurde von Margarita Núñez Chaim, Koordinatorin des Migration Affairs Program an der Universidad Iberoamericana, gewarnt.
Dem Experten zufolge erschweren diese Maßnahmen den Zugang zu Bankdienstleistungen für mexikanische Migranten in einer irregulären Situation. Tools wie Matricula Consular und ITIN – die zum Eröffnen von Konten, zum Bezahlen von Steuern und zum Überweisen von Geldern verwendet werden – würden stärker unter die Lupe genommen.
Der Kontext ist besorgniserregend. Die jüngsten ICE-Einwanderungsoperationen hatten bereits zu einer Verkürzung der Arbeitszeiten geführt und bei der Migrantengemeinschaft Angst ausgelöst. Nun könnte die finanzielle Ausgrenzung viele dazu veranlassen, sich bei der Verwaltung ihres Geldes an informelle Kanäle zu wenden.
Núñez Chaim betonte, dass ein Rückgang der Rücküberweisungen soziale Folgen in Mexiko haben würde. Millionen von Familien sind auf dieses Einkommen angewiesen, um Nahrung, Unterkunft, Gesundheit und Bildung zu finanzieren. Es würde sich auch auf den Binnenkonsum und die Volkswirtschaft auswirken.
Der Wissenschaftler betonte, dass die Auswirkungen nicht nur wirtschaftlicher Natur seien: Der Mangel an formellen Optionen setze Migranten dem Risiko von Betrug und Erpressung aus. Die Unsicherheit wächst, da die Finanzregeln grenzüberschreitend verschärft werden.




