Angriffe ohne anerkannte Urheberschaft
Eine neue Serie von Bombenanschlägen gegen Südiran erhöhte die Unsicherheit im Nahen Osten. Sie ereigneten sich am Donnerstag, als sich das Land darauf vorbereitete, dem verstorbenen Obersten Führer Ayatollah Ali Khamenei Tribut zu zollen.
Offiziellen Berichten zufolge erreichten die Explosionen die Provinzen Bushehr und Sistan und Belutschistan sowie die Städte Ahvaz und Chabahar. Stunden zuvor hatte das Zentralkommando der Vereinigten Staaten das Ende einer Militäroperation angekündigt, die 90 strategische Ziele betraf, äußerte sich jedoch nicht zu diesen neuen Angriffen.
Bisher hat kein Land oder keine Gruppe die Verantwortung für die Bombenanschläge übernommen. Die iranischen Behörden vermied es, die direkten Verantwortlichen zu nennen, obwohl sie die Vereinigten Arabischen Emirate wegen angeblicher Unterstützung der US-Kampagne verwarnten.
Iranische Reaktion und Repliken
Als Reaktion darauf startete der Iran eine Raketenoffensive gegen Bahrain, Jordanien, Kuwait und Katar. Der Flugabwehralarm wurde aktiviert und die Bevölkerung suchte Zuflucht. Die kuwaitischen Behörden meldeten, dass mindestens eine Person verletzt wurde, während die Verteidigungssysteme Projektile abfingen.
US-Präsident Donald Trump bekräftigte, dass der militärische Konflikt beendet sei und die Verhandlungen über ein dauerhaftes Abkommen fortgesetzt würden. Doch die Eskalation gefährdete erneut den fragilen Waffenstillstand.
Die Straße von Hormus in Spannung
Aufgrund der Spannungen sind die Golfstaaten aufgrund der Straße von Hormus, über die etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gashandels abgewickelt wird, in Alarmbereitschaft. Iran besteht auf der ausschließlichen Kontrolle und schlägt vor, von den Schiffen Gebühren zu erheben. Die Vereinigten Staaten empfehlen eine alternative Route durch omanische Gewässer. Der Seeverkehr ging deutlich zurück.
Auch Israel bekannte sich nicht zu den Angriffen, obwohl Verteidigungsminister Israel Katz warnte, dass sein Land bereit sei, erneut zu handeln, wenn es es für notwendig halte. Aus Teheran warf der Abgeordnete Esmail Kousari den Vereinigten Arabischen Emiraten Kollaboration mit den Vereinigten Staaten vor und versicherte:
„Er wird den Preis zahlen“
Mit indirekten Drohungen, Angriffen ohne bestätigten Täter und dem Streit um die Meerenge steht der Nahe Osten trotz diplomatischer Bemühungen vor einem Szenario hoher Spannung.




