Dringendes Treffen mit der FIFA: das Drehbuch, das niemand erwähnt
Die mexikanischen Behörden trafen sich an diesem Mittwoch mit Vertretern der FIFA. Das offizielle Thema: Überprüfung der Geheimdienst- und Präventionsprotokolle für die WM-Spiele in Mexiko-Stadt, Guadalajara und Monterrey.
Aber das inoffizielle Drehbuch ist aufschlussreicher. Das Treffen findet kurz nach der Gefangennahme und dem Tod von Nemesio Oseguera Cervantes, „El Mencho“, dem Anführer der CJNG, statt. Und kurz nach der Welle der Gewalt, die Jalisco und 19 weitere Bundesstaaten verwüstete.
„Während des Treffens wurden die Geheimdienst-, Präventions- und Einsatzprotokolle überprüft“, sagte Omar García Harfuch, Minister für Bundessicherheit.
Eine nette, fast aseptische Aussage. Nichts über die Dutzenden geplünderten Geschäfte, die verbrannten Fahrzeuge oder die 252 Straßenblockaden, über die letzte Woche berichtet wurde. Nichts über das abgesagte Tauchturnier in Guadalajara aus … Gründen.
Präsidentin Claudia Sheinbaum besteht darauf, dass die Sicherheit gewährleistet sei. Er sagt sogar, dass Gianni Infantino, Präsident der FIFA, ihm sein „volles Vertrauen“ ausgesprochen habe. Merkwürdiger Zeitpunkt für einen beruhigenden Anruf.
Jalisco war nach der Operation gegen „El Mencho“ das Epizentrum des Chaos. Genau einer der WM-Austragungsorte. Zufall? Hierzulande haben Streichhölzer meist einen Nachnamen.
Mexiko wird 13 WM-Spiele ausrichten. Drei Austragungsstädte. Tausende internationale Fans. Und eine jüngste Geschichte, die nach brennendem Schießpulver riecht.
Protokollbesprechungen sind natürlich notwendig. Aber es wäre wichtiger, sich daran zu erinnern, dass Papiere allem standhalten. Die Realität, nicht so sehr.




