Die mexikanische Akademie der Filmkünste und -wissenschaften (AMACC) wird diesen Freitag 80 Jahre alt. Ihr Präsident, Daniel Hidalgo, wies darauf hin, dass die Organisation hinsichtlich der Mitgliederzahl gestärkt komme, sich jedoch in einem Wandel befinde, der von Streaming-Plattformen und künstlicher Intelligenz geprägt sei.
Eine Reise durch acht Jahrzehnte
Die AMACC wurde am 3. Juli 1946 von Alejandro Galindo, Gabriel Figueroa und Fernando Soler gegründet, als die landesweite Produktion 80 Filme pro Jahr überstieg. Um die Herausragendsten zu belohnen, wurde der Ariel geschaffen, inspiriert von der Arbeit des Uruguayers José Enrique Rodó. Der erste Teil erschien 1947 und der Spielfilm La barraca ging als Sieger hervor.
Die Geschichte war nicht linear. Aufgrund fehlender Mittel musste die Statue zwischen 1958 und 1972 suspendiert werden. Ende der 90er Jahre leitete der Filmemacher Jorge Fons eine Neugründung, die der Institution ihre Glaubwürdigkeit zurückgab. Das AMACC wurde zu einer Stütze, um die Schließung der Churubusco Studios und des Cinematographic Training Center während der sechsjährigen Amtszeit von Vicente Fox zu verhindern.
Anpassung und neue Horizonte
Im Jahr 2020 brachte die Covid-19-Pandemie die Ariel-Zeremonie in ein virtuelles Format. Nach Budgetkürzungen im Jahr 2023 dezentralisierte die Akademie die Veranstaltung und verlegte sie nach Jalisco mit Hauptsitzen in Guadalajara und Puerto Vallarta. Die Resonanz war positiv.
Für 2026 werden die Nominierungen am kommenden Mittwoch bekannt gegeben. Umrahmt wird es von der Verlosung eines Erinnerungsloses der Nationallotterie anlässlich des 80-jährigen Bestehens der AMACC.
Die Wissenschaft steht vor einer Gegenwart, in der Streaming und künstliche Intelligenz die Branche neu definieren. Seine Anpassungsfähigkeit wird für die Zukunft des mexikanischen Kinos von entscheidender Bedeutung sein.




