Ein Spaziergang entlang der Nimitz
Semar und die SRE gaben bekannt, dass eine offizielle mexikanische Delegation an Bord der USS Nimitz ging. Der amerikanische Jagdflugzeugträger sei angeblich auf dem Weg zu seinem neuen Stützpunkt in Virginia vorbeigekommen.
„Der Besuch fand in internationalen Gewässern vor der Küste des mexikanischen Pazifiks statt“, stellten die Behörden fest.
Mit anderen Worten, es gelangte nicht in Hoheitsgewässer. Der Erklärung zufolge handelte es sich um einen „Protokoll“-Besuch. Die Einladung kam direkt vom amerikanischen Botschafter in Mexiko, Ronald Douglas Johnson.
Und warum so viel Protokoll?
Die Behörden stellen es als eine Geste des Vertrauens zwischen Verbündeten dar. Etwas Routine.
„Aktivitäten dieser Art sind im Rahmen der diplomatischen Beziehungen zwischen Streitkräften üblich“, betonte Semar.
Sie versichern, dass alles unter Achtung der nationalen Souveränität getan wurde. Das erklärte Ziel: das „gegenseitige Vertrauen“ mit unserem nördlichen Nachbarn zu fördern, das wir so brauchen.
Aber man bleibt im Nachdenken. Ein Flugzeugträger, eine mobile Kriegsplattform, die eine Tour durch Südamerika unternimmt und vor unseren Küsten Halt macht, um unseren Beamten ihre Spielzeuge zu zeigen. Es klingt eher nach einer Nachricht als nach einer einfachen diplomatischen Begrüßung.
Als Höflichkeit getarnte Gewaltdemonstration? In diesen Fällen ist das Timing immer am interessantesten. Und was nicht gesagt wird, umso mehr.




