Ein digitaler Corrido zum Abschied
Die US-Botschaft in Mexiko hat ein neues Werkzeug für ihre Einwanderungsbotschaft gefunden: künstliche Intelligenz. Diese Woche veröffentlichte er ein Video mit einem KI-generierten Corrido, in dem er Migranten aufforderte, die CBP One-App zu nutzen, um „zu ihren Wurzeln zurückzukehren“.
„Der Corrido klingt stark in deinem Land, kehre zu deinen Wurzeln zurück. Du musst nicht weit gehen, um voranzukommen“, singt die synthetische Stimme.
Die Botschaft ist klar und enthält eine Warnung: „Versuchen Sie es gar nicht erst“, denn irreguläres Leben oder Einwandern in die USA ist ein Verbrechen. Sie nennen es eine „historische Chance“. Für mich klingt es eher wie ein Ultimatum mit Soundtrack.
Die „Vorteile“ einer freiwilligen Ausreise
Was bietet diese App wirklich? Nach Angaben des Heimatschutzministeriums verspricht es eine kostenlose Reise, den Erlass von Geldstrafen für illegalen Aufenthalt und eine Kaution in Höhe von 2.600 US-Dollar, um die Rückkehr zu erleichtern.
Sie garantieren auch, dass diejenigen, die das Programm in Anspruch nehmen, vorübergehend von der ICE-Haftprioritätsliste gestrichen werden. Und sie betonen, dass es „eine sichere und geordnete Alternative“ sei.
Unterdessen berichtete die mexikanische SRE am Mittwoch, dass 13 Mexikaner in den Vereinigten Staaten bei Einsätzen gegen Migranten oder in ICE-Gewahrsam gestorben seien. Eine Figur, die dieser gesamten digitalen Strategie einen viel weniger musikalischen Kontext verleiht.
Die Diplomatie des 21. Jahrhunderts scheint modernisiert worden zu sein: weniger verbale Notizen und mehr Algorithmen. Das Problem ist, dass Lieder, selbst wenn sie künstlich sind, keine Lösung für humanitäre Krisen sind.




