Treffen im Weißen Haus
Der libanesische Präsident Joseph Aoun beendete am Dienstag seinen viertägigen offiziellen Besuch in Washington mit einem Treffen mit Donald Trump im Oval Office. Das Ziel: den Waffenstillstand nach monatelangen Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Hisbollah zu festigen.
Die von den Vereinigten Staaten vermittelten Gespräche zielen darauf ab, israelische Truppen aus dem Südlibanon abzuziehen und die Präsenz der libanesischen Armee in Gebieten zu stärken, in denen die vom Iran unterstützte Gruppe operiert. Ende Juni einigten sich beide Länder auf einen Rahmen, der den israelischen Rückzug, die Entwaffnung der Hisbollah und die ersten Schritte zu einem eventuellen Friedensabkommen umfasst.
Militäreinsatz und Zweifel an der Grenze
Als Teil des Prozesses begann die libanesische Armee mit der Vorbereitung ihrer Truppen in Zawtar al-Gharbieh, einem Dorf, das zu einem Pilotgebiet gehört. Die israelischen Behörden gaben jedoch an, dass der Abzug noch nicht begonnen habe. Die Bewohner der Region äußerten Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und der durch den Konflikt verursachten schweren Schäden.
Aoun traf sich auch mit Außenminister Marco Rubio, der Washingtons Unterstützung für das Abkommen bekräftigte. Rubio erklärte, die Stabilität des Libanon hänge vom Gewaltmonopol der Regierung und der Ablösung des militärischen Einflusses der Hisbollah ab. Darüber hinaus bot er an, internationale Investitionen für den Wiederaufbau zu fördern.
Anhaltende Hindernisse
Trotz diplomatischer Fortschritte lehnt die Hisbollah direkte Verhandlungen mit Israel ab und unterstützt weiterhin Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran über ein umfassenderes Abkommen. Die libanesische Regierung besteht darauf, dass der israelische Rückzug und die Stärkung seiner Armee unabdingbare Voraussetzungen für einen dauerhaften Frieden und die Vermeidung einer neuen Eskalation seien.




