Von Palmsonntag bis Ostern: Was jeden Tag gefeiert wird
Die Karwoche 2026 ist in Mexiko, wie in weiten Teilen der Welt, für Millionen von Menschen das zentrale Fest des Jahres. Es wird an das Leben, die Kreuzigung und den Tod Jesu Christi erinnert. Aber was genau bedeutet jeder dieser Tage?
Den Anfang macht der Palmsonntag. Es erinnert an den triumphalen Einzug Jesu in Jerusalem, wo er mit Palmen begrüßt wurde. Die heute gesegneten Palmen haben ein merkwürdiges Schicksal: Sie werden verbrannt und ihre Asche wird im folgenden Jahr verwendet.
Der Karmontag erinnert an die Salbung Jesu in Bethanien, im Haus des Lazarus. Eine Geste, die in den Evangelien als symbolischer Vorgriff auf das Kommende gedeutet wird.
Der Karrierag oder Kontroversendienstag ist der Tag intensiver Debatten. Jesus streitet mit den religiösen Führern und kündigt seinen Jüngern den bevorstehenden Verrat an.
„Jesus erwartet von seinen Jüngern den Verrat des Judas und die drei Leugnungen des heiligen Petrus.“
Der Karmittwoch schließt die Fastenzeit ab und beginnt mit dem Ostertriduum. Es ist der Tag des Verrats, an dem Judas sich bereit erklärt, Jesus für dreißig Münzen auszuliefern.
Der Gründonnerstag ist tiefgründig: Beim Letzten Abendmahl wird die Eucharistie eingeleitet und die Fußwaschung findet statt. Es ist auch die Nacht der Qual in Gethsemane vor der Verhaftung.
Karfreitag ist der feierlichste Tag. Es gibt keine Messe, sondern eine besondere Liturgie um drei Uhr nachmittags, dem traditionellen Zeitpunkt des Todes am Kreuz. Es ist ein Tag, der offiziell der Trauer und dem Schweigen gewidmet ist.
Der Karsamstag, früher Saturday of Glory genannt, hat jetzt einen ernsten und stillen Charakter. Es wird der Zeit zwischen Tod und Auferstehung gedacht. Kirchen läuten keine Glocken.
Schließlich Auferstehungssonntag oder Ostern. Die maximale Feier. Der Triumph über das scheinbar Endgültige. Das eigentliche Fundament für diejenigen, die glauben.




