CAF unternimmt nach dem Schlichtungsskandal Schritte
Die Konföderation des Afrikanischen Fußballs (CAF) hat beschlossen, zu handeln. Nach dem Erdbeben, das das umstrittene Finale des Afrikanischen Nationen-Pokals auslöste, hat die Organisation eine Reihe von Anpassungen ihrer Struktur angekündigt. Das Ziel ist klar: Die Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen und zu verhindern, dass erneut der Schatten des Zweifels über dem Fußball auf dem Kontinent schwebt.
Dies machte Patrice Motsepe, Präsident der CAF, bei einem Treffen in Kairo deutlich. Die Änderungen betreffen rechtliche, administrative und vor allem schiedsgerichtliche Aspekte. Auf und neben dem Spielfeld werden mehr Transparenz und unparteiische Entscheidungen angestrebt.
„Ich kann hier stehen und sagen, dass wir die besten Schiedsrichter haben, dass sie unabhängig und unparteiisch sind“, sagte Motsepe. „Aber wenn normale Fußballfans auf dem Kontinent und anderswo glauben, dass sie nicht so unparteiisch sind, ist das nicht gut für den afrikanischen Fußball.“
Der Ursprung des Problems liegt in dem Finale, dessen Ergebnis noch umstritten ist. Monate später entzog CAF Senegal den Titel und übergab ihn an Marokko. Nun liegt der Fall beim Internationalen Sportgerichtshof. Mittlerweile fühlen sich beide Länder als Champions. Senegal veranstaltete sogar eine Parade mit der Trophäe in Paris.
Motsepe fragte auch nach einer Perspektive:
„Wir müssen uns auch von der Wahrnehmung verabschieden, dass unsere Probleme in Afrika und unsere Schwächen in Afrika irgendwie größer, größer, peinlicher und extremer sind als die Probleme, die in anderen Teilen der Welt auftreten.“
Konkrete Aktionen vor Ort
In der Praxis arbeitet CAF bereits mit der FIFA zusammen. Sie werden die Ausbildung von Schiedsrichtern und VAR-Mitarbeitern verbessern. Sie versuchen auch, ihre Gehaltsbedingungen zu verbessern, um ihre Integrität zu schützen.
Darüber hinaus bestätigte Motsepe Fortschritte für den Afrikanischen Nationen-Pokal 2027, der von Kenia, Tansania und Uganda organisiert wird. Das Turnier wird auf 28 Mannschaften erweitert und ab 2028 alle vier Jahre ausgetragen.
Es ist eine notwendige Bewegung. Im Sport wie im Leben reicht es nicht aus, sich zu entschuldigen, wenn man einen schwerwiegenden Fehler macht. Sie müssen mit Fakten beweisen, dass Sie Ihre Lektion gelernt haben. Die CAF scheint es verstanden zu haben.




