Die Übertragung, die Unbehagen verursachte
Der öffentlich-rechtliche Schweizer Sender SRF musste einen Schritt zurücktreten. Ein Clip vom Bobtraining in Cortina 2026 wurde von der Website entfernt. Der Grund? Die Aufregung, die durch die Kommentare eines seiner Journalisten während des Auftritts der israelischen Mannschaft verursacht wurde.
Im Mittelpunkt stand der Pilot Adam „AJ“ Edelman. Der Kommentator Stefan Renna tat etwas Ungewöhnliches. Er zitierte und verwies auf alte Beiträge des Sportlers in sozialen Netzwerken. Insbesondere diejenigen, bei denen Edelman seine Unterstützung für den Konflikt in Gaza zum Ausdruck brachte.
Aber Renna hörte hier nicht auf. Er ging noch einen Schritt weiter und brachte die IOC-Regeln zur Sprache. Er erwähnte Regeln, nach denen russische Athleten den Krieg in der Ukraine nicht öffentlich unterstützen dürfen, um an Wettkämpfen teilnehmen zu können. Ein Vergleich, der Blasen verursachte.
Eine Debatte, die die Eisbahn erreicht
Die Reaktion erfolgte schnell. Auf den Sender hagelte es Kritik, die dem Journalisten vorwarf, eine Grenze überschritten zu haben. Das SRF entschied sich für den Rückzug und entfernte die umstrittenen Inhalte von seiner Plattform.
Dies eröffnet eine alte Debatte im Sport: Wo hört der Sportler auf und wo beginnt der Bürger? Sollten persönliche Meinungen außerhalb des Spielfelds in der Sportberichterstattung eine Rolle spielen?
Für viele stellte der Kommentar ganz unterschiedliche Situationen dar. Für andere war es lediglich eine Analyse des Kontexts des Konkurrenten. Klar ist, dass sich die Politik wieder einmal auf die olympische Bühne geschlichen hat.
Der israelische Bobsport setzt seine Vorbereitung in Cortina fort. Aber jetzt tut er es im Rampenlicht einer Kontroverse, die nichts mit den Zeiten auf der Rennstrecke zu tun hat.




