Die Leistung von Isaac del Toro
Isaac del Toro schrieb mit dem Gewinn der zweiten Etappe der Tour de France eine goldene Seite für den mexikanischen Radsport. Es ist der erste Etappensieg für einen Mexikaner seit 1990, als Raúl Alcalá ihn errang. Die 168,5 Kilometer lange Strecke zwischen Tarragona und Barcelona lag in den Händen des jungen Fahrers vom UAE Team Emirates XRG.
„Das bedeutet mir alles. Ich habe das Privileg, in diesem Team zu sein, das mir vom ersten Moment an vertraut hat. Das ist das Ergebnis der Arbeit des gesamten Teams. Ich kann es nicht glauben. Es ist verrückt“, erklärte Del Toro nach dem Überqueren der Ziellinie.
Ein Teamspiel
Der Slowene Tadej Pogacar, viermaliger Tour-Champion, hatte auf den letzten Metern die Möglichkeit zum Angriff, doch schon Tage zuvor ahnte er seine Absicht: „Ich möchte, dass er gewinnt“, sagte er über seinen Teamkollegen. Deshalb blieb er lieber ein paar Zentimeter zurück und machte „Torito“ den Weg frei.
Vor der Ziellinie nahm Del Toro Pogacar am Arm. Am Ende kamen sie zusammen und umarmten sich unter Tränen. Ein Doppelsieg für das VAE-Team Emirates XRG, der wie eine historische Postkarte blieb.
Aktuelles Ranking
Mit diesem Sieg belegt Del Toro den vierten Gesamtrang, 16 Sekunden hinter dem Spitzenreiter, dem Dänen Jonas Vingegaard. Hinter Vingegaard stehen Pogacar und der Belgier Remco Evenepoel. Der Wettbewerb endet am 26. Juli auf den Champs-Élysées in Paris.
Del Toros Leistung ist nicht nur persönlich, sondern ein Meilenstein für den mexikanischen Radsport, der nach mehr als drei Jahrzehnten einen Etappentriumph feiert. Die Sportgemeinschaft ist weiterhin begeistert von der Leistung des Mexikaners bei einem der anspruchsvollsten Events der Welt.




