Anerkennung durch die UNESCO
Die Strände der Normandie, Schauplatz der historischen Landung der Alliierten am 6. Juni 1944, wurden zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Die Entscheidung wurde während der 48. Sitzung des Welterbekomitees in Busan, Südkorea, getroffen.
Der etwa 80 Kilometer lange Küstenabschnitt umfasst die fünf Strände, die unter ihren Codenamen bekannt sind: Utah, Omaha, Gold, Juno und Sword. Es umfasst auch andere wichtige Punkte wie Pointe du Hoc, die deutsche Artilleriebatterie von Longues-sur-Mer und den künstlichen Hafen von Arromanches-les-Bains.
Letzteres wurde von britischen Ingenieuren entworfen und war ein System versenkter Betonsenken, das die Schaffung eines provisorischen Hafens ermöglichte. Dank ihm landeten fast 2,5 Millionen Soldaten, mehr als 500.000 Fahrzeuge und vier Millionen Tonnen Vorräte.
Ein Ort der Erinnerung und der Versöhnung
Die Registrierung ist der Höhepunkt eines 2008 von der Region Normandie begonnenen Prozesses, der von mehr als 70.000 Unterschriften unterstützt wurde. Die Akte war aufgrund einer Kriterienüberprüfung fünf Jahre lang lahmgelegt und wurde 2024 reaktiviert.
Die UNESCO betonte, dass es sich bei den Stränden nicht nur um eine groß angelegte Militäroperation handelt, sondern auch um einen Ort der Vermittlung der Werte Frieden und Versöhnung. Er betonte seine Rolle bei der Annäherung zwischen Frankreich und Deutschland nach dem Krieg, der Grundlage der europäischen Integration.
Die französischen Behörden hoffen, dass die Anerkennung den Tourismus ankurbeln und die Erhaltung dieser Gedenkstätte aus dem Zweiten Weltkrieg stärken wird.