Guillermo del Toros Triumph bei den Filmfestspielen von Venedig
Im September 2017 erreichte der mexikanische Filmemacher Guillermo del Toro einen der Höhepunkte seiner Karriere, als er für seinen Film The Shape of Water den Goldenen Löwen bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig erhielt. Mit dieser Anerkennung war er nach Luis Buñuel mit Bella de día (1967) und Lorenzo Vigas mit Desde siempre (2015) der dritte iberoamerikanische Regisseur, dem dies gelang.
Während seiner emotionalen Rede teilte Del Toro eine persönliche Reflexion mit: „Ich bin 52 Jahre alt, wiege 300 Pfund und habe 10 Filme gemacht. Es gibt einen Moment im Leben eines Geschichtenerzählers, in dem man alles riskiert, um etwas anderes zu tun.“ Dieser Satz bringt seine kreative Philosophie auf den Punkt, die auf Kühnheit und Authentizität basiert.
Die Wirkung von The Shape of Water
Der Film, der später den Oscar für den besten Film gewann, faszinierte Publikum und Kritiker mit seiner einzigartigen Erzählung: einer Romanze zwischen einer stummen Frau und einem amphibischen Wesen in den 1960er Jahren. Der Film zeichnete sich nicht nur durch seine visuelle Ästhetik aus, sondern auch durch seine thematische Tiefe, in der er Einsamkeit, Diskriminierung und bedingungslose Liebe thematisierte.
Vor Venedig hatte Del Toro bereits auf anderen Festivals wie Cannes mit Cronos (1993) und Toronto mit Pans Labyrinth (2006) seine Spuren hinterlassen. Seine Teilnahme an der Mostra markierte jedoch ein Vorher und Nachher in seiner Karriere und festigte ihn als Meister des fantastischen Kinos.
Das nächste Projekt: Frankenstein
Der Regisseur bereitet derzeit seine Adaption von „Frankenstein“ nach dem Romanklassiker von Mary Shelley vor. Zur Besetzung gehören der talentierte Oscar Isaac als Dr. Victor Frankenstein und Mia Goth als Elizabeth. Obwohl es kaum Produktionsdetails gibt, hat Del Toro auf seinem Instagram-Konto Trailer geteilt, die Drehorte in London und Schottland verraten.
Dieses neue Engagement bekräftigt sein Engagement für das Fantasy-Genre, das er in Venedig verteidigt hat: „Ich widme es jedem jungen lateinamerikanischen Regisseur, der davon träumt, fantastische Filme zu machen. Bestehen Sie darauf, weil Sie es können.“ Seine Botschaft inspiriert neue Generationen, ihre künstlerische Vision ohne Angst vor Konventionen zu verfolgen.
Vermächtnis und künstlerische Vision
Guillermo del Toro ist nicht nur ein außergewöhnlicher Filmemacher, sondern auch ein Verfechter unbegrenzter Kreativität. Seine Fähigkeit, das Poetische mit dem Grotesken zu verbinden, hat ihn zu einer weltweiten Referenz gemacht. Von seiner Hommage an den Regisseur Sergio Leone bis hin zu seinem Fokus auf Geschichten mit marginalisierten Charakteren geht seine Arbeit über die Unterhaltung hinaus und wird zu einem Spiegelbild der menschlichen Verfassung.
Mit Frankenstein verspricht er, neue Nuancen von Horror und Fantasy zu erkunden und dabei seinen unverwechselbaren Stempel beizubehalten. Fans seiner Filmografie freuen sich auf das nächste Kapitel seiner Karriere.
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