Die US-Bundesstaatsanwaltschaft hat gegen elf Personen Anklage wegen angeblicher Beteiligung an einem Schleusernetzwerk erhoben. Der Fall steht im Zusammenhang mit dem Tod von sieben Menschen, die versteckt in einem Eisenbahncontainer in Texas unterwegs waren.
Die ursprünglich aus Honduras und Mexiko stammenden Opfer starben im Mai an den Folgen hoher Temperaturen beim Transport ins Landesinnere.
Details der Tragödie
Nach Angaben der Behörden bestieg die Gruppe in der Grenzstadt Del Río einen Zug in Richtung San Antonio. Die Schmuggler verließen den Container, nachdem einer der Migranten beim Öffnen der Tür gestürzt war.
Am nächsten Tag entdeckte ein Mitarbeiter von Union Pacific die Leichen von sechs Personen im Container auf einem Güterbahnhof in Laredo. Ein siebtes Opfer war neben den Gleisen zurückgelassen worden.
Die Untersuchung ergab, dass der Container vollständig versiegelt blieb und über kein Belüftungs- oder Kühlsystem verfügte. Dies führte dazu, dass die Migranten einen Hitzschlag erlitten. Unter den Verstorbenen war ein 14-jähriger Teenager.
Die Staatsanwaltschaft erläuterte, dass es einem der Opfer gelang, mit seinen Verwandten zu kommunizieren, während er im Container starb.
Maßnahmen der Behörde
Gegen die elf Angeklagten wird Anklage wegen Verschwörung zur Beförderung von Ausländern und der Beihilfe zu deren Überstellung mit Todesfolge erhoben. Verbrechen, die zu lebenslanger Haft führen können.
Neun der mutmaßlichen Täter wurden bereits bei verschiedenen Einsätzen in Texas festgenommen. Zwei bleiben auf freiem Fuß. Die Behörden berichteten, dass es sich bei den Beteiligten um US-Bürger und Personen mit ständigem Wohnsitz in den USA handelte.




