Greenpeace Mexiko reichte zwei formelle Beschwerden gegen Petróleos Mexicanos (Pemex) wegen seiner angeblichen Verantwortung bei einer Kohlenwasserstoffkatastrophe im Golf von Mexiko ein. Die Umweltorganisation weist darauf hin, dass der Vorfall in den Küstengemeinden Tabasco, Veracruz und Tamaulipas zu ökologischen und sozialen Schäden geführt habe. Zudem wirft er dem Staatskonzern vor, über Wochen hinweg Informationen verschwiegen zu haben.
Die Fakten
Nach Angaben von Greenpeace begann das Treibstoffleck im Februar in Anlagen auf der Plattform Abkatún Cantarell. Pemex hat die Verschüttung erst am 16. April offiziell anerkannt. Die ersten öffentlichen Beschwerden über das Vorkommen von Chapopote an Stränden wurden seit März registriert, als Anwohner Schäden meldeten.
Die erste Beschwerde wurde bei der Nationalen Agentur für Arbeitssicherheit und Umweltschutz im Kohlenwasserstoffsektor (ASEA) eingereicht. Sie verlangt, dass die Verantwortlichen ermittelt werden und die Wiederherstellung geschädigter Meeres- und Küstenökosysteme gewährleistet wird. Darüber hinaus sind die ordnungsgemäße Entsorgung der gesammelten Abfälle und die Implementierung von Warnmechanismen zur Vermeidung zukünftiger Vorfälle erforderlich.
Die zweite Beschwerde wurde bei der Pemex Responsibilities Unit eingereicht. In diesem Fall wird gebeten, mögliche Unterlassungen und Handlungen im Zusammenhang mit der Leckage sowie die angebliche Verschleierung von Informationen zu untersuchen. Greenpeace warnt davor, dass die betroffenen Gemeinden immer noch auf konkrete Antworten und Maßnahmen zur Abmilderung der Auswirkungen warten.




