Lebenslange Haftstrafe für El Mayo Zambada
Ein Bundesgericht in Brooklyn hat das endgültige Urteil für den 76-jährigen Ismael El Mayo Zambada gefällt. Richter Brian Cogan bestätigte am Montag die lebenslange Haftstrafe für den historischen Anführer des Sinaloa-Kartells.
Zambada bekannte sich letztes Jahr der Verschwörung zum Drogenhandel und der Leitung einer kriminellen Vereinigung schuldig. Staatsanwälte schätzen, dass er jahrzehntelang Hunderte Tonnen Kokain, Heroin und Fentanyl transportiert hat.
Zusätzlich zum Urteil fordert die US-Regierung eine Geldstrafe von 15 Milliarden US-Dollar als Entschädigung für den verursachten Schaden. Die Zahl spiegelt das Ausmaß ihrer illegalen Operationen wider.
Zambadas Situation ist nun identisch mit der seines ehemaligen Partners Joaquín El Chapo Guzmán, der seit 2019 eine lebenslange Haftstrafe verbüßt. Beide führten jahrelang die mächtigste kriminelle Organisation Mexikos an.
Die von Zambada erzielte Einigung beinhaltete eine wichtige Garantie: Das US-Justizministerium stimmte zu, nicht die Todesstrafe zu fordern. Im Gegenzug akzeptierte der Chef die Anklage, die eine lebenslange Haftstrafe vorsieht.
Die Verurteilung schließt ein Kapitel im Kampf gegen die organisierte Kriminalität ab, lässt jedoch offene Fragen über die Zukunft des Sinaloa-Kartells und seiner Schmuggelrouten in die Vereinigten Staaten.




