Ein politisches Erdbeben erschüttert die Justiz
Der Generalrat des INE hat nach elf Tagen scheinbar endloser interner Kämpfe eine Entscheidung getroffen, die wie Donner in den Korridoren der Macht widerhallen wird: 45 Kandidaten, darunter 24, die das Amt eines Amtsrichters und 21 das Amt eines Bezirksrichters anstreben, sahen, wie ihre Träume vom Ruhm in der Luft verschwanden. Der Grund? Sie erreichten nicht den erforderlichen akademischen Durchschnitt, dürftige 8 für einen Abschluss in Rechtswissenschaften und herausfordernde 9 für verwandte Fachgebiete. Aber das war noch nicht alles…
Ein Skandal, der die Spinnweben der Macht zerreißt
Im Schatten dieses institutionellen Dramas tauchte ein Name auf, der allen das Blut in den Adern gefrieren ließ: Héctor Ulises Orduña Hernández, der Kandidat, dem es aus den kalten Gitterstäben einer Zelle gelungen war, ein gemischtes Gericht in Veracruz zu erobern. Als er des Kindesmissbrauchs angeklagt wurde, wurde sein Triumph ausgelöscht, als hätte er nie existiert, und hinterließ eine Lücke, die von den Dächern bis in die Risse im System schreit.
Die Stellen, die jetzt Geister sind, bleiben unbesetzt, während das INE sich darauf vorbereitet, ab dem 3. Juli die lang erwarteten Mehrheitsbescheinigungen an 438 Richter und 363 Richter zu übergeben, denen es gelungen ist, das Labyrinth der Anforderungen zu überwinden. Aber zu welchem Preis?
Die Zahlen tanzten wie Blätter im Wind: 6, 47, 45, 36, 37… Zahlen, die sich launisch veränderten, bis sie um 14:00 Uhr endeten. An diesem Donnerstag legten die Berater mit angespannten Gesichtern und gemessenen Worten die endgültige Zahl fest: 46 abgesagte Kandidaturen. Beraterin Carla Humphrey enthüllte mit vor Müdigkeit gebrochener Stimme das Geheimnis hinter der Verzögerung: die Perfektionierung der Bewertungsmethode, derjenigen, die die Verfassung vorschreibt, die aber niemand konsequent angewendet hat.
Aber der Skandal war damit noch nicht zu Ende. Die Akten kamen verspätet an, unvollständig, sogar mit „überlagerten“ Noten, als hätte jemand mit den Dokumenten Gott gespielt. Claudia Zavala, eine andere Beraterin, warf einen vergifteten Pfeil: Das INE musste die Arbeit erledigen, die die Bewertungsausschüsse der Mächte aufgegeben hatten. „Wir haben nicht geschlafen“, gestand er, während seine Worte ein Bild von ganzen Nächten zeichneten, in denen wir im schwachen Licht der Büros Papiere durchgingen.
Und unter den Gefallenen strahlt ein Name mit seinem eigenen Licht: Arturo Manuel Fernández Abundis, der Kandidat für das Amt des Strafrichters, dessen Abschaffung der Senat forderte. Sein Name, jetzt mit roter Tinte durchgestrichen, ist das Symbol einer Säuberung, die viele für notwendig halten und andere eine Hexenjagd nennen.
Das INE steht inmitten dieses Hurrikans als Hüter der Legitimität, aber wer wacht über die Beobachter?
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