Politisches Theater hat eine neue Szene
Die Plenarsitzung der Abgeordnetenkammer stimmte der als Plan B bekannten Wahlreform zu. Der Vorschlag von Präsidentin Claudia Sheinbaum wurde mit 37 Ja-Stimmen und 102 Nein-Stimmen angenommen. Morena, MC, PT und PVEM drängten auf die Initiative, während PAN und PRI in der Opposition ihre Reihen schlossen.
Das Entscheidende: Es wurde ohne Änderungen gegenüber dem, was der Senat angeordnet hatte, genehmigt. Dies bedeutet, dass die Fristen für Konsultationen zum Widerruf des Mandats nicht berührt wurden, was der Bundesvorstand als Änderung vorgeschlagen hatte.
Eine Debatte voller Vorwürfe
Der Moreno-Anhänger Víctor Hugo Lobo Román verteidigte das Projekt mit der Begründung, dass es Sparmaßnahmen fördere und die politischen Wahlrechte fördere. Aber er konnte sich einen Ton der Frustration nicht verkneifen.
„Wir können nicht umhin zu erwähnen, dass wir die historische Chance hatten, eine große Transformation zu erreichen … aber was möglich war, wurde behindert“, beschuldigte er.
Auf der anderen Seite hielt PAN-Mitglied Laura Cristina Márquez eine emotionale Rede, die im Raum Resonanz fand.
„Suchende Mütter haben keinen Trost und keine Gerechtigkeit, die Kranken haben keine Fürsorge … Mexiko fällt zurück und das wollen sie nicht sehen“, erklärte er mit fester Stimme.
PRI-Mitglied Abigail Arredondo Ramos beschrieb die Reform direkt als „inkongruent“. Er entkräftete das Sparargument, indem er auf symbolträchtige Arbeiten der Regierung hinwies.
„Die angeblichen Einsparungen werden im Vergleich zu den Kosten unbedeutend sein … der Maya-Zug, der Interoceanic-Zug, Dos Bocas, die AIFA“, zählte er auf. Und er kam zu dem Schluss: „Es ist eine irreführende Reform, die von denen kommt, die das Projekt dem Präsidenten verkauft haben.“
Jenseits des rhetorischen Theaters die konkreten Zahlen: Laut Arredondo wären davon nur 3 % der Gemeinden des Landes betroffen. Wir sprechen von 61 Stadträten mit maximal 15 Stadträten.
Unterdessen feierte der Moreno-Anhänger Jorge Luis Sánchez Reyes es als Triumph gegen neoliberale Privilegien.
„Die Vierte Transformation schreitet bei der Reduzierung der Privilegien voran, die die PAN aufgebaut hat“, erklärte er.
Die Sitzung hatte alles: abgelehnte Bewährungsanträge (von PAN und PRI), gegensätzliche Anschuldigungen und diese spürbare Spannung, wenn man weiß, dass jedes Wort für die Geschichte aufgezeichnet wird. Jetzt geht die Debatte insbesondere weiter. Der Vorhang ist noch nicht ganz gefallen.




