Tiger Woods’ Rechtsstreit um seine Privatsphäre
Die Verteidigung des legendären Golfspielers schreitet schnell voran. Sein Anwalt, Doug Duncan, reichte diese Woche einen Schriftsatz ein, der in diesem Fall bahnbrechend sein könnte.
„Woods hat ein verfassungsmäßiges Recht auf Privatsphäre in Bezug auf seine verschreibungspflichtigen Medikamente“, sagte Duncan vor Gericht.
Der Anwalt forderte nicht nur eine Sonderverhandlung. Er beantragte außerdem eine Schutzanordnung, damit nur die direkt in den Fall involvierten Parteien Einsicht in die Akten erhalten, wenn der Richter der Einsichtnahme zustimmt.
Besorgniserregende Details
Erinnern wir uns an die Fakten: Letzten Monat streifte Woods‘ SUV auf Jupiter Island einen Anhänger und überschlug sich. Die Beamten fanden zwei Schmerztabletten in seiner Tasche und stellten Anzeichen einer Verschlechterung fest.
Das Merkwürdige ist, dass er den Atemtest akzeptierte – der negativ ausfiel –, den Urintest jedoch ablehnte. Jetzt verlangt die Staatsanwaltschaft von Januar bis Mai alle Unterlagen zu Ihren verschreibungspflichtigen Arzneimitteln.
Und das ist noch nicht alles. Diese Woche verlangten sie außerdem, dass Woods die Namen und Standorte aller Zeugen preisgibt, die er zu seiner Verteidigung vorbringen will.
Woods hat sich bereits auf nicht schuldig bekannt. Aber dieser Streit um seine Krankenakten zeigt, dass sein Anwaltsteam entschlossen ist, hart zu spielen. Es geht nicht nur um diesen Vorfall – es geht darum, einen Präzedenzfall dafür zu schaffen, was der Staat untersuchen kann.
Als jemand, der eine Verletzung erlitten hat, die seine Karriere beendete, verstehe ich die Bedeutung – und Verletzlichkeit – von Krankenakten. Dieser Rechtsstreit geht über das Fairway hinaus.




