Benzin ist knapp, die Preise steigen und der staatliche Treibstoff fällt aus. Die Reaktion der Bolivianer? Lassen Sie sich schnell elektrisieren.
Die Kraftstoffkrise verändert die Straßen des Landes. Immer mehr Familien entscheiden sich für Elektrofahrzeuge, um lange Schlangen an Tankstellen und steigende Kosten zu vermeiden. Es ist keine Modeerscheinung: Es geht ums Überleben.
Simón Huanca, ein 53-jähriger Aymara-Kunsthandwerker, weiß das gut. Er importierte einen Elektro-SUV aus China, um seine Familie und die Wolle aus seiner Textilwerkstatt zu transportieren. Er musste in seiner Garage ein Ladegerät installieren, da es in El Alto und La Paz fast keine Stromstationen gibt.
„Ich konnte nicht stundenlang auf Benzin warten. Mit diesem Auto kann ich arbeiten, ohne vom Staat abhängig zu sein“, sagt Huanca.
Ein Problem bleibt weiterhin die fehlende Ladeinfrastruktur. Doch die Notwendigkeit drängt schneller als die offiziellen Pläne. Wie weit wird dieser improvisierte Übergang gehen? Im Moment passen sich die Bolivianer so gut sie können an.




