Ein Gericht in Budapest hat einen irischen Staatsbürger wegen des Todes eines amerikanischen Touristen zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt. Das Opfer, Mackenzie Michalski, 31, aus Portland, Oregon, verschwand am 5. November, nachdem es zuletzt in einem Nachtclub gesehen worden war.
Die Polizei überprüfte Sicherheitsaufnahmen und beobachtete Michalski in dieser Nacht mit einem Mann in mehreren Clubs. Der Verdächtige, identifiziert als L.T.M. und 37 Jahre alt, wurde am 7. November verhaftet und gestand den Mord.
Nach Angaben der Behörden trafen sich beide in einem Club, tanzten und gingen dann zur Wohnung des Mannes. Während einer intimen Begegnung schlug die Person das Opfer und erstickte es. Anschließend versuchte er, das Verbrechen zu vertuschen: Er räumte den Ort auf, versteckte die Leiche in einem Schrank, packte sie in einen Koffer und mietete ein Auto, um sie zum Plattensee, 150 Kilometer von Budapest entfernt, zu transportieren, wo er sie in einem Waldgebiet zurückließ.
Das Budapester Stadtgericht befand ihn des Mordes für schuldig und verurteilte ihn zu 14 Jahren ohne Bewährung. Die Zeit der Sicherungsverwahrung wird auf die Strafe angerechnet. Darüber hinaus muss er 2,5 Millionen Forint (fast 8.000 US-Dollar) an Gerichtskosten zahlen. Sein Anwalt legte Berufung gegen das Urteil ein.
Die Polizei gab bekannt, dass der Mann im Internet recherchiert hatte, wie man eine Leiche entsorgt, wie die Polizei vorgeht und ob Schweine oder Wildschweine menschliche Überreste fressen. Auf einem Video war zu sehen, wie der Täter die Behörden zu dem Ort führte, an dem er die Leiche zurückgelassen hatte.
Nach Verbüßung seiner Strafe wird er aus Ungarn abgeschoben.




