Cofepris stößt auf ein „Wunderprodukt“, das noch nicht einmal ein Produkt ist
In einer Wendung, mit der niemand gerechnet hat (naja, vielleicht haben sie es auch getan), hat die Bundeskommission zum Schutz vor Gesundheitsrisiken (Cofepris, für Freunde) eine Gesundheitswarnung herausgegeben, die aufregender ist als eine Episode einer medizinischen Seifenoper. Es stellt sich heraus, dass irgendwo jemand entschieden hat, dass die Herstellung gefälschter Impfstoffe gegen das humane Papillomavirus (HPV) eine brillante Geschäftsidee sei. Das Detail? Die Etiketten haben mehr Sprachen als die Speisekarte eines Touristenrestaurants und weniger Gesundheitsinformationen als ein in der U-Bahn verkauftes pflanzliches Heilmittel.
Gardasil 9 oder wie man mit Stil betrügt
Das Starprodukt dieser Tragikomödie ist GARDASIL. 9, 10 Dosen (0,5 ml), was so offiziell klingt wie ein in Photoshop gedrucktes Diplom. Das Pharmaunternehmen Merck Sharp & Dohme, das die legale Version vertreibt, erschien vor Cofepris und sagte: „Eh, das ist nicht unsers.“ Die gefälschten Lose (mit erfundenen Zahlen wie bei einer manipulierten Lotterie: 900-1197-NDC, 0006-4121-02, 900-1147 und 900-1227) stimmen nicht mit der autorisierten Präsentation überein. Komm schon, sie haben sich nicht einmal die Mühe gemacht, gut zu kopieren.
Aber das Beste (oder Schlimmste) ist, dass die Flaschen Legenden in unbekannten Sprachen haben. Könnte es sein, dass die Fälscher dachten, dass die Formulierung „sicherer Impfstoff“ auf Klingonisch mehr Glaubwürdigkeit verleihen würde? Die Wahrheit ist, dass diese Fläschchen ohne Gesundheitsregistrierung und mit einer Herkunft, die mysteriöser ist als der Ursprung des Universums, genauso zuverlässig sind wie medizinische Ratschläge von TikTok.
Empfehlungen: Oder wie man bei dem Versuch nicht stirbt
Cofepris empfiehlt in ihrer Rolle als Heldin in diesem Film, die Verwendung dieser mehrsprachigen Flaschen einzustellen. Er bittet auch Gesundheitsfachkräfte, sie nicht zu kaufen, denn wer hätte natürlich gedacht, dass der Kauf von Arzneimitteln ohne Registrierung eine schlechte Idee sei? Darüber hinaus schlägt er vor, die Verpackung zu überprüfen, als wäre es ein Lottoschein: Überprüfen Sie die Losnummern, das Verfallsdatum und stellen Sie vor allem sicher, dass es nicht so aussieht, als wäre es im Keller von jemandem hergestellt worden.
Wenn Sie diesen „Impfstoff“ bereits erhalten haben und etwas Seltsames verspüren (z. B. sich in einen Resident Evil-Charakter zu verwandeln), bittet Cofepris darum, dies unter [email protected] zu melden. Denn wie lässt sich Kriminalität besser bekämpfen als mit einer guten E-Mail?
Jetzt wissen Sie es also: Wenn Sie einen Impfstoff mit mehr Sprachen als Google Translate und einer Charge sehen, die aussieht, als käme sie aus einer zufälligen Vorwahl, laufen Sie weg. Oder noch besser: Melden Sie es. Denn in dieser Welt der Betrügereien ist sogar Gesundheit ein Geschäft … und was für ein schlecht gemachtes Geschäft.
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