Während der Worldwide Developers Conference (WWDC) 2026 stellte Apple ein bedeutendes Update seiner Kinderschutztools vor. Die neuen Funktionen werden im Herbst auf iPhone, iPad und Mac verfügbar sein und sollen Minderjährigen ein sichereres digitales Erlebnis bieten.
Kontrollen über das Kinderkonto
Grundlage der Strategie ist das Kinderkonto, das automatisch Einschränkungen für Websites für Erwachsene, den App Store und den Zugriff auf Inhalte nach Altersgruppen aktiviert. „Wir wissen, dass jedes Kind einzigartig ist und dass Eltern am besten entscheiden können, was für ihre Familie funktioniert“, sagte Anne Thai, Senior Director Marketplace Technologies and Platforms bei Apple. Die Exekutive fügte hinzu, dass der Zugang zu persönlichen Geräten für Kinder unter 13 Jahren eingeschränkt und schrittweise ausgeweitet werden sollte.
Eltern können die Starter-Apps ihrer Kinder auswählen: ein Basisset, eine empfohlene Auswahl oder eine manuelle Auswahl. Außerdem wurde Ask to Browse vorgestellt, ein Tool, das Minderjährige dazu zwingt, um Erlaubnis für den Besuch einer neuen Website zu bitten. „Kinder müssen um Erlaubnis bitten, wenn sie eine neue Website besuchen möchten. Eltern können sie überprüfen, bevor sie sie genehmigen“, erklärte Sumbul Desai, Vizepräsident für Gesundheit bei Apple. Für Kinder unter 13 Jahren ist die Funktion standardmäßig aktiviert.
Kommunikation und Nutzungszeit
Apple hat sein Warnsystem für sensible Bilder erweitert: Es greift nun ein, bevor Minderjährige gewalttätige oder unangemessene Inhalte sehen. Darüber hinaus benötigen Eltern möglicherweise die Erlaubnis, neue Kontakte in Nachrichten, FaceTime oder Telefon hinzuzufügen.
Was die Bildschirmzeit betrifft, bietet Time Limits tägliche Empfehlungen für Unterhaltung, Videospiele und soziale Medien, basierend auf dem Alter des Kindes und entwickelt mit der American Academy of Pediatrics. „Experten empfehlen, dass Kinder unter 13 Jahren keine sozialen Netzwerke nutzen“, erinnert sich Thai. Familien können benutzerdefinierte Zeitpläne erstellen, um bestimmte Apps zu verschiedenen Tageszeiten einzuschränken.
Apple hat das Bildschirmzeit-Tool neu gestaltet, um die durchschnittliche Nutzung und wichtige Steuerelemente klarer anzuzeigen. Außerdem wurden neue Tools für Entwickler vorgestellt, die es ermöglichen, altersgerechte Erlebnisse anzubieten, ohne persönliche Daten wie das Geburtsdatum weiterzugeben.




