Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian landete diesen Dienstag in Islamabad, um sich mit pakistanischen Behörden zu treffen. Pakistan fungiert als Vermittler bei Gesprächen zwischen Teheran und Washington, die auf eine dauerhafte Vereinbarung zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten abzielen.
Der Besuch folgt auf hochrangige Verhandlungen in der Schweiz unter der Leitung von US-Vizepräsident JD Vance und dem Präsidenten des iranischen Parlaments, Mohammad Bagher Qalibaf. Obwohl Washington behauptete, es sei eine Vereinbarung getroffen worden, die IAEA-Inspektionen iranischer Nuklearanlagen zu erlauben, bestritt Teheran, dass es einen festgelegten Termin für diese Besuche gebe.
Spannungen im Libanon und Auswirkungen
Parallel dazu kam es im Südlibanon erneut zu Gewalt. Laut lokalen Medien kamen in Nabatiyeh al-Fawqa zwei Menschen ums Leben, nachdem israelische Soldaten das Feuer eröffnet hatten. Der Vorfall ereignete sich nach zwei Tagen relativer Ruhe nach einem Waffenstillstand, droht jedoch die Verhandlungen zu erschweren. Der Iran hat gefordert, dass ein Waffenstillstand im Libanon Teil eines umfassenden Abkommens sein müsse.
Pezeshkian wurde vom pakistanischen Präsidenten Asif Ali Zardari und Premierminister Shehbaz Sharif empfangen. Der iranische Präsident wies darauf hin, dass der Fortschritt der Gespräche von der tatsächlichen Erfüllung der Vereinbarungen abhänge. Er warnte davor, dass Äußerungen außerhalb des ausgehandelten Rahmens den diplomatischen Prozess beeinträchtigen könnten.
Wichtige Punkte auf dem Tisch
Die Verhandlungen befassen sich mit Sanktionserleichterungen, Nuklearfragen, Wiederaufbau und Überwachungsmechanismen. Dazu gehören auch Vereinbarungen zur Offenhaltung der Straße von Hormus, einer wichtigen Route für den weltweiten Öltransport. Es bestehen weiterhin Meinungsverschiedenheiten über die Verwendung möglicher nicht eingefrorener iranischer Gelder und die Rolle Israels im Konflikt mit der Hisbollah. Die Mediatoren wollen eine neue regionale Eskalation verhindern.




