Die sechste Anfrage von El Altiplano
Vizeadmiral Manuel Roberto Farías Laguna schickte einen neuen Brief an Präsidentin Claudia Sheinbaum Pardo. Er tat es im Hochsicherheitsgefängnis von El Altiplano, wo ihm die Freiheit entzogen wird. In dem Brief bittet er den Präsidenten erneut, vor dem Marineminister einzugreifen.
Farías Laguna steht wegen mutmaßlicher Verbrechen der organisierten Kriminalität und der Steuerhinterziehung vor Gericht. Seine Verteidigung behauptet, dass es Verstöße gegen das ordnungsgemäße Verfahren, das Recht auf Verteidigung und seine Menschenrechte gebe. Das Strafverfahren schreitet voran, aber er versichert, dass die Marine weiterhin wichtige Informationen verweigert.
Informationen, die der nationalen Sicherheit vorbehalten sind
Die Verteidigung des Vizeadmirals beantragte über die Generalstaatsanwaltschaft der Republik Zugang zu bestimmten Daten. Die Antwort der Marine war negativ: Sie argumentierte, dass es sich aus Gründen der nationalen Sicherheit um vertrauliche Informationen handele. Farías Laguna bezweifelt, dass die Institution diese Informationen nicht liefert, die – nach Ansicht seines Anwaltsteams – den Sachverhalt klären und die Ermittlungen beschleunigen könnten. Es weist auch auf eine Ungleichbehandlung innerhalb des Justizsystems hin.
Dies ist der sechste Brief, den Farías seit seiner Inhaftierung an Sheinbaum geschickt hat. Bisher hat der Präsident nicht öffentlich auf seine Schriften reagiert. Bei einer früheren Gelegenheit hatte Sheinbaum angedeutet, dass er den ersten Brief bei Gelegenheit noch einmal durchgehen werde.
Der Fall des Vizeadmirals hat politisches und gesellschaftliches Interesse geweckt. Es verdeutlicht die Schwierigkeiten, mit denen einige Personen innerhalb des Justizsystems konfrontiert sind. Die mangelnde Reaktion des Präsidenten hat auch Kritik an der Transparenz und dem Zugang zu Informationen in hochkarätigen Fällen hervorgerufen.




