Meta hat sein generatives KI-Tool Muse Image abrupt von Instagram entfernt. Die Entscheidung fiel nach einer weltweiten Welle von Beschwerden über Datenschutzverletzungen.
Die Kontroverse
Die von Meta Superintelligence Labs entwickelte Funktion ermöglichte das Erstellen und Ändern von Bildern oder Videos mit Gesichtern aus öffentlichen Konten durch Erwähnungen, ohne dass eine vorherige Genehmigung erforderlich war. Benutzer stellten fest, dass die Option standardmäßig aktiviert war.
„Diese Funktion hat die Erwartungen nicht erfüllt und ist daher nicht mehr verfügbar“, gab Meta in einer offiziellen Erklärung zu.
Die Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA bezeichnete die Umsetzung als „rücksichtslos“ und warnte vor Risiken nicht einvernehmlicher Deepfakes. In einer Erklärung stellten sie fest, dass „alles andere als die ausdrückliche und sichtbare Zustimmung für diese Art der Nutzung der Bilder von Instagram-Nutzern inakzeptabel ist.“ Auch die Schauspielerin Hannah Einbinder war dabei und bat die Öffentlichkeit, sich vor der Ausstellung ihre Profile anzusehen.
Trotz der Abschaltung geht die Debatte über die Verwendung von Benutzerdaten zum Trainieren von KI-Modellen weiter. Instagram bietet die Möglichkeit, diese Nutzung manuell einzuschränken. Die Schritte laut Help Center:
- Geben Sie Ihr Profil ein und öffnen Sie das Einstellungsmenü (drei horizontale Linien).
- Suchen Teilen und wiederverwenden.
- Deaktivieren Sie die Schalter Beiträge und Reels im Abschnitt, in dem es darum geht, anderen zu erlauben, Ihre KI-fähigen Inhalte in Meta zu verwenden.
SAG-AFTRA begrüßte Metas Berichtigung und beschrieb sie als verantwortungsvolles Handeln angesichts des Schadens, der durch die übermäßige Verwendung grafischer Identitäten ohne Validierungsfilter entstehen kann.




