Das jährliche Ritual der Transparenz (oder wie man verhindert, dass das Finanzministerium nach Ihnen sucht)
Der Mai rückt näher und mit ihm das klassische bürokratische Problem für jeden Beamten in Mexiko: die Vermögens- und Interessenerklärung. Es ist nicht optional, es ist kein Gefallen. Es ist das Gesetz. Und es gilt vom Praktikanten bis zum Außenminister.
Drei Jungs, ein Ziel: Nicht in einer Kurve hängen bleiben.
Die erste Erklärung wird innerhalb der ersten 60 Tage nach Amtsantritt abgegeben. Dann kommt die Vermögensänderung, die jedes Jahr im Mai stattfindet. Und beim Verlassen das Fazit. All dies soll den Vorschriften zufolge verhindern, dass Beamte ihre Position dazu nutzen, ein unsichtbares Vermögen anzuhäufen.
Was passiert, wenn Sie sich nicht daran halten? Hier kommt der leckere Teil.
Die Behörden machen keine Scherze: Wenn Sie Ihre Aussage nicht vorlegen, ermitteln sie gegen Sie. Sie verlangen Sie förmlich. Und wenn Sie darauf bestehen, sich zu drücken, können Sie aus dem Amt entfernt oder von der Ausübung eines öffentlichen Amtes ausgeschlossen werden. Mit anderen Worten: Sie haben keinen Job und keine Zukunft in der Regierung.
Was benötigen Sie für den Eingriff?
Bereiten Sie vor: CURP, RFC, Adressnachweis, Lebenslauf, Lohnbelege oder Steuererklärungen sowie Daten zu Immobilien, Fahrzeugen, Bankkonten, Krediten und Schulden. Alles auf dem neuesten Stand, denn das System verzeiht nichts.
Die Plattform, die alles sieht: DeclaraNet
Vom 1. bis 31. Mai 2026 läuft alles online über DeclaraNet. Die Behörden empfehlen, es nicht bis zur letzten Minute aufzuschieben. Denn seien wir ehrlich: Niemand möchte, dass sein Name auf der Ausschlussliste erscheint.
Transparenz ist kein Gefallen, sondern eine Verpflichtung. Und in Mexiko wird jedes Jahr im Mai daran gedacht.




